Schon wieder richtet ein Spital eigenes Geburtshaus ein

Das Spital Bülach eröffnet nächsten März ein Geburtshaus auf dem Spitalgelände. Solche Spital-Geburtshäuser gibt es immer mehr.

, 29. November 2023 um 13:02
image
Störche im Anflug - mit realem Hintergrund: In der Nähe des neuen Geburtshauses liegt das Neeracher Riet, wo eine grosse Storchenpopulation lebt. | zvg
Das neue Geburtshaus gehört zur Geburtshilfe des Spitals Bülach und befindet sich direkt auf dem Spitalareal. Mütter können dort ihr Kind unter der Leitung einer Hebamme ausserhalb des Klinikbetriebs gebären.

Für Notfälle trtotzdem Spitalhilfe

Sollte es nötig sein, steht aber trotzdem die gesamte Infrastruktur der spitalinternen Geburtshilfe inklusive Neonatologie zur Verfügung.
Das ist ein grosser Vorteil. Denn Geburtshäuser, die unabhängig von einem Spital betrieben werden, haben es oft schwer. Sie haben Probleme damit, im Notfall auf einen Rettungsdienst und ein Spital zählen zu können. Medinside berichtete über das belastete Verhältnis zwischen Geburtshäusern und Spitälern.

Mit Beleghebammen des Spitals

Die Hebammen im Geburtshaus Spital Bülach arbeiten als Beleghebammen und stehen in einem Vertragsverhältnis mit dem Spital Bülach. Im Geburtshaus hat es zwei Geburtenzimmer. Die Geburt im Geburtshaus wird von den Krankenkassen wie die Spitalgeburt übernommen.
So wie Bülach setzen auch andere Spitäler vermehrt auf eigene Geburtshäuser. Das Spital Emmental hat letztes Jahr eines eröffnet. Das Spitalzentrum Biel bietet in seiner Frauenklinik seit diesem Jahr eine Geburtshaus-Abteilung mit hebammengeleiteten Geburten an.

Luzerner Geburtshaus hat zu wenig Personal

Hingegen haben unabhängige Geburtshäuser eher Schwierigkeiten. So musste das erst kürzlich eröffnete Luzerner Geburtshaus Terra Alta vorübergehend wegen Personalmangel schliessen.
  • spital
  • geburtshilfe
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Ronald Alder

Kürzere Arbeitszeiten sind auch nicht die Lösung

Die Politik sieht das Gesundheitswesen unterm Kostenröhrenblick, die Gewerkschaften haben den Arbeitszeitenröhrenblick. Und so werden die wahren Probleme übersehen.

image

Hochspezialisierte Medizin: Warnschuss aus dem Thurgau

Die Kantonsregierung prüft den Austritt aus der Interkantonalen HSM-Vereinbarung. Und sie vermeldet den Unmut weiterer Kantone.

image

Klinik Hirslanden: Philippe Diserens neu im Management

Der Gesundheitsökonom übernimmt die Leitung des Performance Management.

image

Behandlungsrekord am Kantonsspital Baden

Mehr stationäre Patienten, eine Zunahme der ambulanten Konsultationen, weniger Notfälle – und mehr Benefits für die Angestellten.

image

KSGL: «Wir wollen üsärs Spital retten!»

Die Personalkommission des KSGL stellt sich hinter ihr Spital und kritisiert das Vorgehen des SBK.

image

Gewalt im Spital: Es betrifft nicht nur den Notfall

Und die Lage ist am Wochenende keineswegs besonders kritisch. Eine grosse Datenauswertung in den USA setzt neue Akzente.

Vom gleichen Autor

image

Schönheitsoperationen: Lieber ins Nachbarland

Weltweit boomt die Schönheitschirurgie. Aber Zahlen zeigen: Schweizerinnen lassen sich lieber im Ausland operieren.

image

Südkoreas Ärzte protestieren - gegen mehr Studienplätze!

In Südkorea streiken die Ärzte. Sie fürchten die Konkurrenz, wenn es wie geplant 2000 Studienplätze mehr geben sollte.

image

Betroffene mit seltener Krankheit warnen vor QALY-Bewertung

Patienten fürchten, dass ihnen wegen der Messung von «qualitätskorrigierten Lebensjahren» nützliche Behandlungen verweigert werden.