Rettungsversuch für die Chirurgie in Zweisimmen ist gescheitert

Es bleibt dabei: Es gibt im Spital Zweisimmen keine Operationen mehr. Dafür wird nun der 24-Stunden-Notfall ausgebaut.

, 10. September 2025 um 06:11
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Für Notfall-Patientinnen und -Patienten ist das Spital Zweisimmen künftig besser gerüstet. Aber Operationen gibt es keine mehr. | PD
Nun ist es definitiv: Die Pläne des neuen Verwaltungsratspräsidenten Thomas Straubhaar werden umgesetzt. Das bedeutet, dass ab Oktober im Spital Zweisimmen nicht mehr operiert wird. Die Patienten werden künftig an die Chirurgie des Spitals Thun überwiesen.
Ein Rettungsversuch in letzter Minute ist gescheitert. Mit grossem Mehr hat das Berner Kantonsparlament einen Vorstoss des SVP-Grossrats Nils Fiechter abgelehnt. Fiechter arbeitet als Gemeindeverwalter in Oberwil im Simmental. Er befürchtet, dass das Ende der Operationen letztlich auch das Ende des Spitals bedeute.

Notfall wird stark ausgebaut

Das neue Konzept fürs Spital deuten allerdings auf eine bessere Zukunft hin: Zweisimmen wird neu als Akutspital mit einem 24-Stunden-Notfall und mit 12 bis 20 Betten weitergeführt. Die Betten dienen für einfache chirurgische Fälle, konservative Behandlungen sowie für Nachbehandlungen.
Rund drei Millionen Franken investiert das Spital in den Ausbau der Notfallstation. Die Fläche soll um 75 Prozent vergrössert werden. Der neue Notfalltrakt entsteht im ersten Obergeschoss und soll bis Ende Jahr betriebsbereit sein.
Die Regierung steht hinter diesen Plänen. Das Parlament offenbar auch. Denn es hat den Vorstoss von Nils Fiechter mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Auch ein zweites Begehren des Grossrats – die Wiedereröffnung der Geburtenabteilung in Frutigen – wurde vom Parlament abgelehnt.
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