Ein Kopfband gegen Depressionen

Ein Hightech-Kopfband soll Depressionen lindern. «Mindd» gibt dabei leichte elektrische Impulse an den Frontallappen des Gehirns ab.

, 20. Juni 2017, 09:47
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  • forschung
  • medizintechnik
  • psychiatrie
«Mindd» stimuliert mithilfe von Gleichstrom die Frontallappen des Gehirns. Und soll so Besserung bei Depressionen verschaffen.
Entwickelt wurde das Hightech-Kopfband vom südkoreanischen Start-up Ybrain. Das Verfahren im Bereich der Neurowissenschaft nennt sich Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS).

Für den Heimgebrauch

«Das Kopfband ist für den Gebrauch zu Hause designt. Es muss nur vom behandelnden Arzt verschrieben werden», erklärt Ybrain-CEO Lee Ki-won.
«Mindd» sei leicht anwendbar und mit einer Smartphone-App anzuwenden. Es sollte ein paar Mal pro Woche jeweils für eine Dauer von 20 Minuten getragen werden. Das Kopfband wiegt in etwa 150 Gramm. Beim Tragen sei ein leichtes Kribbeln zu spüren.

Tests bereits erfolgreich

In klinischen Versuchen hat sich «Mindd» laut Ybrain bereits als wirksam erwiesen. Es habe auch keine Nebenwirkungen gezeigt, heisst es weiter. 
Das Hightech-Kopfband ist in zwölf Spitälern innerhalb Südkoreas zum Einsatz gekommen. Laut dem Ybrain-CEO soll «Mindd» noch im Laufe dieses Jahres auch in Europa und 2019 in den USA erhältlich sein.
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