PDGR reagiert auf erhöhte Nachfrage

Die Psychiatrischen Dienste Graubünden bauen ihre ambulanten Angebote für Menschen mit psychischen Leiden aus.

, 20. Juni 2024 um 08:34
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In der Klinik Waldhaus in Chur steht für Menschen mit psychischen Leiden täglich ein ambulanter Notfall zur Verfügung. Bild: PD
Die meisten Schweizer Psychiatrien verzeichneten im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg ihrer Patientenzahlen – und die Nachfrage nach ihren Angeboten ist ungebrochen gross.
So auch bei den Psychiatrischen Diensten Graubünden. Sie schafft deshalb zwei neue Angebote: Mit dem «Walk-In»-Angebot in der Klinik Waldhaus Chur steht Menschen mit psychischen Leiden ab Anfang Juli täglich von 08.00 bis 20.00 Uhr ein ambulanter Notfall zur Verfügung.
Laut Mitteilung wird damit werde ein unkomplizierter Zugang für eine psychiatrische Hilfeleistung für Betroffene geschaffen. Zum Angebot gehört auch die Beratung von Angehörigen.

Ausbau der Krisenintervention

Gleichzeitig werde die Ambulante Krisenintervention (AKi) für die Regionen Bündner Rheintal und Domleschg vom Wochenend- und Feiertagsdienst auf die ganze Woche täglich von 08.00 bis 20.00 Uhr, ausgeweitet.
Die AKi ist eine aufsuchende Behandlung und Betreuung von Patienten mit akuten psychiatrischen Krisen in der häuslichen Umgebung oder vor Ort des Geschehens. Das Behandlungsteam setzt sich aus Ärzten und Pflegefachpersonen zusammen.
Die AKi für die Region Surselva startet voraussichtlich Anfang September 2024 und ist ein neues, zusätzliches Angebot des Psychiatrie-Zentrums Surselva.

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