Die Forschung zur LSD-Behandlung bei psychischen Erkrankungen läuft in Basel derzeit auf Hochtouren - soeben hat die UPK vom Nationalfonds (SNF) 1,4 Millionen Franken Forschungsgelder zugesprochen erhalten.
LSD hat ihren Ursprung denn auch in der Rheinstadt - vor mehr als 80 Jahren wurde die Substanz vom Basler Chemiker Albert Hofmann entdeckt und bei Depressionen sowie bei Angst- und Abhängigkeitserkrankungen eingesetzt.
In den 70er Jahren wurde LSD aus der Psychiatrie verbannt - und hält nun langsam wieder Einzug. Aktuell besitzen in der Schweiz rund 50 Ärzte eine vom BAG ausgestellte Ausnahmebewilligungen für die Therapie mit LSD, an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel werden derzeit sieben Patienten damit behandelt.
LSD bei Alkoholabhängigkeit
Mit dem Forschungsgeld unterstützt der SNF nun eine Studie zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit mit LSD.
«Diese baut auf unseren Studien mit LSD der letzten Jahre auf und wird in Zusammenarbeit mit der Universität Bern durchgeführt», sagt Studienleiter Felix Müller von der UPK Basel.
An zwei Zentren sollen im Laufe von drei Jahren jeweils 60 Patienten mit LSD behandelt werden. «Wir untersuchen, ob eine zweimalige Behandlung mit LSD nach dem Alkoholentzug anhaltende positive Effekte auf das Konsumverhalten hat», so Müller. Die Forschung in den 50er- und 60er-Jahren habe gezeigt, dass dieser Ansatz vielversprechend sein könnte.
Und entgegen der oft verbreiteten Annahme mache LSD nicht abhängig, so Müller. In der klinischen Anwendung sei LSD ein vielversprechender und sicherer Behandlungsansatz.