Spital gestaltet ungenutzte Betten in stationäre Reha um

Das Spital Tiefenau baut eine Bettenstation um: Entstehen soll eine stationäre Rehabilitationsabteilung für Kardiologie und Pneumologie.

, 1. Juli 2021 um 08:06
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Immer mehr Spitäler integrieren stationäre Reha-Angebote in die Behandlungskette und schliessen diese gleich an die eigene Organisation an. Diese Struktur soll die Behandlungskette durchgängiger machen und zu einem nahtlosen Übertritt aus der akutstationären Behandlung verhelfen.
Seit heute Donnerstag betreibt auch die Insel Gruppe am Standort Tiefenau 24 Betten für kardiologische und pneumologische Rehabilitation. Die Behandlungen werden auf einer derzeit ungenutzten Bettenstation realisiert, teilt die Spitalgruppe mit. Der Umbau erfolge im Rahmen der laufenden Sanierung und generiere keine weiteren Baukosten. 
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Armin Stucki und Carmen Schneiders (PD)

In enger Zusammenarbeit mit dem Reha-Zentrum

«In der Kombination von Akutspital und Rehabilitation an einem Standort liegt unser grosses Potential», sagt Armin Stucki, der mit Carmen Schneiders die Leitung der stationären Reha übernimmt. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass dadurch die Zahl an Rehospitalisierungen zurückgehen werde. 
Der Ausbau des neuen Angebots will die Insel Gruppe in enger Kollaboration mit dem Berner Reha-Zentrum umsetzen. Anfang Jahr ist bekannt geworden, dass sich die beiden Anbieter Schritt für Schritt zusammenschliessen wollen. Dadurch möchten sich die zwei Leistungserbringer «als der qualitativ beste Reha-Anbieter der Schweiz etablieren».
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