Jetzt kommt das «Smartphone-Otoskop»

Im März bringt die britische Firma Cupris «TYM» auf den Markt. Ein Gerät, das traditionelle Otoskope vielleicht dereinst verdrängen könnte.

, 21. Februar 2017, 11:00
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Ein Smartphone-Otoskop für Profis (Cupris)
Computer erkennen Augenleiden oder diagnostizieren Hautkrebs. Algorithmen und künstliche Intelligenz krempeln die Medizin um. Ein Schritt in diese Richtung zeigt jetzt auch «TYM» – ein Otoskop für Smartphones. 
Entwickelt hat das Produkt die britische Firma Cupris. «TYM» richtet sich an Profis, also an Haus- und HNO-Ärzte. Es kann ab März erworben werden. Derzeit ist es mit Apple iPhone kompatibel, soll aber bald für Android erhältlich sein.  

Ein grosser Vorteil

Das Smartphone-Otoskop weist einen entscheidenden Vorteil gegenüber traditionellen Otoskopen auf: Es speichert Bilder und Videos, um diese etwa später aufzurufen oder für Zweitmeinungen zu teilen.
«TYM» kostet umgerechnet rund 120 Franken (derzeit noch 95 Franken im Vorverkauf). Ein herkömmliches Otoskop ist in Grossbritannien für rund 190 Franken erhältlich.
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Derzeit nur für Apple iPhone erhältlich (Cupris)

Dermatoskop in Entwicklung

Das Smarthphone-Otoskop soll den Ärzten das Leben einfacher und effizienter machen. Laut Cupris sagen Ärzte, die das Produkt getestet haben, dass sie selten so ein klares Bild gesehen haben. Cupris entwickelt derzeit auch ein Dermatoskop und ein Ophthalmoskop.
Es besteht zudem eine Verknüpfung mit der firmeneigenen Cupris Health Plattform. Dort werden die Daten in ein elektronisches Patientendossier (EPD) integriert.
Wie das Smartphone-Otoskop «TYM» funktioniert, zeigt dieses Video:
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