Malaria: Swiss TPH ist neu WHO-Expertenzentrum

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut als WHO-Kooperationszentrum für Malaria ernannt.

, 25. April 2017, 10:00
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Das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) wird die Weltgesundheitsorganisation (WHO) künftig als WHO-Kooperationszentrum bei der Malariabekämpfung unterstützen. Dies meldet die Universität Basel, die mit dem Institut assoziiert ist. 
«Das Swiss TPH ist eine hoch angesehene Schweizer Institution von Weltruf im Bereich der Gesundheitsforschung und der Umsetzung von Gesundheitsprogrammen», wird Pedro Alonso zitiert, Direktor des Globalen Malariaprogramms der WHO. 

Mückennetze, Insektizide...

Als WHO-Kooperationszentrum werde das Swiss TPH der WHO fachliche Beiträge liefern, die als Basis für Richtlinienempfehlungen und Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation dienen.
Beispielsweise sollen die Experten des Swiss TPH eine Kombination verschiedener Methoden zum Schutz vor Malaria – etwa mit Insektiziden behandelte Mückennetze oder das Versprühen von Insektiziden in Innenräumen – untersuchen.

Über 300'000 Kinder sterben jährlich an den Folgen von Malaria

«Wir sind in der Malariabekämpfung schon weit gekommen», sagt Christian Lengeler, Leiter der Health Intervention Unit beim Swiss TPH. In den 1980er Jahren hatte er seinen Arbeitsplatz in Tansania. «Von meinem Büro aus konnte ich die Leichenhalle sehen, ständig wurden Körper von Kindern, die an Malaria starben, hineingetragen.»
Seitdem wurden laut einer Mitteilung des Swiss TPH beträchtliche Fortschritte gemacht. Heute arbeiten beim Swiss TPH rund 200 Spezialisten in Basel und im Ausland an verschiedenen Aspekten rund um das Thema Malaria.
Trotz dieser Erfolge bleibt Malaria eine Herausforderung für die Weltgesundheit. Jedes Jahr werden über 200 Millionen neue Fälle diagnostiziert und über 400’000 Menschen sterben jährlich an der Krankheit – davon über 300'000 Kinder. 
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