Spitaldirektor Rolf Zehnder verlässt das Kantonsspital Winterthur

Der langjährige Spitaldirektor am Kantonsspital Winterthur (KSW) wechselt in den Kanton Thurgau. Rolf Zehnder übernimmt dort die operative Führungsverantwortung einer Spitalgruppe.

, 9. Dezember 2021, 08:00
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Am Kantonsspital Winterthur (KSW) kommt es zu einem Führungswechsel: Nach 14 Jahren als Spitaldirektor hat sich Rolf Zehnder entschieden, das Spital zu verlassen. Zehnder ist seit 2008 CEO des Kantonsspitals im Kanton Zürich und ist unter anderem Vizepräsident des Spitalverbands Hplus. 
Der 54-Jährige wechselt in den Kanton Thurgau, wo er auch wohnhaft ist. Er wird im August 2022 die Leitung der Thurmed AG übernehmen, zu der unter anderem das Radiologische Institut Weinfelden, die Venenklinik Bellevue und insbesondere die Spital Thurgau AG gehört. Zehnder ersetzt Marc Kohler, der zu diesem Zeitpunkt nach 18 Jahren in Pension gehen wird. 
Die Spital Thurgau AG umfasst die Kantonsspitäler Frauenfeld und Münsterlingen, die Psychiatrischen Dienste Thurgau sowie eine Rehabilitationsklinik. Die Spitalgruppe beschäftigt über 4'700 Mitarbeitende und erzielt einen Umsatz von 680 Millionen Franken.

Vom Krankenpfleger zum Spitaldirektor

Der Spitalrat des Kantonsspitals Winterthur (KSW) bedauert Zehnders Entscheid und bedankt sich in einer Mitteilung bei ihm für sein grosses Engagement. Unter seiner Führung sei das KSW stark gewachsen, heisst es. Die Suche nach einer Nachfolge für die Position als Spitaldirektor werde in die Wege geleitet. 
Rolf Zehnder absolvierte nach der Matura zunächst eine Lehre als Krankenpfleger und studierte anschliessend Volks- und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Zürich (UZH). In seiner Karriere arbeitete er unter anderem im Bereich Managed Care, als persönlicher Mitarbeiter des Verwaltungsdirektors des Universitätsspitals Zürich (USZ) und acht Jahre als Direktor des Spitals Männedorf. 
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