Spital Thurgau erhöht Löhne und schafft mehr Jobs

Alle Mitarbeitenden des Spitals Thurgau erhalten nächstes Jahr mehr Lohn. Weiter will das Thurgauer Spitalunternehmen mehr Stellen schaffen und die Arbeitszeit senken.

, 29. November 2021, 08:50
image
  • spital
  • spital thurgau
Die Mitarbeitenden der Spital Thurgau AG erhalten per 1.1.2022 eine Lohnerhöhung von total 2.0 Prozent. Das Spital setze mit dieser «grosszügigen Lohnrunde» Anerkennung und Wertschätzung, auch für die Sondereinsätze und Belastung während der Corona-Pandemie.
In der Pflege und pflegenahen Berufe werden die Löhne mit total 3.8 Prozent «deutlich überproportional» erhöht. Bei den anderen Berufskategorien bleiben die Lohnsteigerungen mit 0.8 Prozent im normalen Rahmen, teilt das Spital mit.
Sämtliche Mitarbeitenden erhalten zudem einen Teil von 0.4 Prozent als generelle Lohnerhöhung. Das Spital bezeichnet die Lohnrunde als «sehr erfreulich». Die Lohnerhöhung liege deutlich über dem Benchmark, so die Spital Thurgau AG.

Spital teilt weitere Verbesserungen mit

Weitere Verbesserungen umfassen die Senkung der maximalen Sollarbeitszeit: bei Assistenz- und Oberärzten auf 48 Stunden pro Woche und 46 Stunden in der Psychiatrie und Pathologie. Zudem will das Spital in die Aus- und Weiterbildung sowie gezielt in die Personalentwicklung investieren.
Mehr noch: Das Thurgauer Spitalunternehmen will im nächsten Jahr zusätzlich 130 Vollzeitstellen zusätzlich schaffen. Das Spital teilt auf Anfrage mit, dass rund 120 von den 130 Jobs in den patientennahen Bereichen geschaffen werden: in der Pflege, in den Medizintechnik-Bereichen und bei den Ärztinnen und Ärzten.

Grosser Einsatz führe zu besseren Finanzergebnissen

Das Spital streicht in der Mitteilung unter anderem den «unermüdlichen Einsatz» des Personals hervor. Besonders patientennahe Bereiche und die Ärzteschaft hätten das «Rückgrat der medizinischen Versorgung» in diesen heiklen Zeiten gebildet. Dieser grosse Einsatz, so das Spital weiter, werde sich auch in den finanziellen Ergebnissen 2021 der Spitalgruppe positiv niederschlagen. 
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
2 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Bildungsstation am Kantonsspital Aarau

Das Kantonsspital Aarau bildet derzeit über 350 Lernende und Studierende im Bereich Pflege und medizinische therapeutische Therapieberufe aus. Ihnen ein attraktives Arbeits- und Ausbildungsumfeld zu bieten ist das oberste Ziel. Dazu geht das KSA innovative Wege.

image

Neuer Chefarzt für die Rehaklinik Zihlschlacht

Karsten Krakow übernimmt die Funktion des Chefarztes für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation bei der Vamed-Rehaklinik Zihlschlacht.

image

Hier könnte bald ein neues Spital stehen

Die Lindenhofgruppe prüft auf dem Berner Springgarten-Areal die Realisierung eines möglichen neuen Spitalstandorts.

image

Kantonsspital St.Gallen stellt die Notfallmedizin neu auf

Das Kantonsspital St.Gallen organisiert die Zentrale Notfallaufnahme neu, vollzieht gleichzeitig einen Namenswechsel und ernennt eine neue ärztliche Leiterin.

image

Gleich vier neue Chefärzte für das Universitätsspital

Am Universitätsspital Basel (USB) treten in den nächsten Monaten zwei Chefärztinnen und zwei Chefärzte ihre neuen Positionen an.

image

Schaffhausen: Spitalrat befördert Boris Jung

Die Spitäler Schaffhausen haben den bisherigen Oberarzt zum Leitenden Arzt für ambulante Psychiatrie ernannt.

Vom gleichen Autor

image

Insel Gruppe: Chefarzt Stephan Jakob gibt Leitung weiter

Joerg C. Schefold übernimmt die Klinikleitung der Intensivmedizin am Berner Inselspital. Er folgt auf Stephan Jakob, der in Pension gehen wird.

image

Ärzte greifen während Arbeit zu Alkohol und Drogen

Da die Belastung im Gesundheitswesen hoch ist, erscheinen offenbar Ärzte sogar betrunken oder high zur Arbeit. Dies zumindest geht aus einer Umfrage aus den USA hervor.

image

Ist Mikroplastik im Blut eine Gefahr für die Gesundheit?

Die Basler Nationalrätin Sarah Wyss will wissen, welchen Einfluss Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit hat. Hier die offizielle Antwort des Bundesrates.