Wie Social Media die Impfakzeptanz erhöht

Aufklärung mittels Social Media kann das Impfverhalten von werdenden Eltern positiv beeinflussen. Dies geht aus einer US-amerikanischen Studie mit schwangeren Frauen hervor.

, 7. November 2017, 10:59
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Werdende Eltern, die Informationen und Aufklärung rund um das Thema Impfen über eine interaktive Webseite erhielten, waren eher geneigt, ihre Kinder zu impfen als diejenigen, die die Webressource nicht verwendeten.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, durchgeführt vom Gesundheitsunternehmen Kaiser Permanente. Untersucht wurde die Datenlage von 888 Frauen vor der Geburt und 200 Tage danach. Die Studie fand im Zeitraum von September 2013 bis Juli 2016 im US-Bundesstaat Colorado statt.

Besser vor der Geburt informieren 

Säuglinge, deren Eltern Zugang zu den webbasierten Social-Media-Anwendungen hatten, waren weniger ungeimpft als Kleinkinder in den beiden Kontrollgruppen. Mediziner konnten so offenbar Fehlinformationen bekämpfen, erklärt Jason Glanz, Studienautor und leitender Forscher am Colorado Institute für Gesundheitsforschung.
Die Erhebung legt ferner nahe, dass die Informationen effektiver zu sein scheinen, wenn sie vor der Geburt eines Kindes vorgestellt werden. Die interaktiven Webseiten mit leicht verständlichen Impfinformationen verfügten über einen von Experten moderierten Blog, ein Diskussionsforum, einen Chatroom und ein Fragenportal. 
Jason M. Glanz et al. «Web-based Social Media Intervention to Increase Vaccine Acceptance: A Randomized Controlled Trial», in: «American Academy of Pediatrics», 6. November 2017.
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