Der Kanton Aargau erhält eine neue Klinik

Direkt neben dem Bahnhof Lenzburg auf dem ehemaligen Hero-Areal eröffnet das dermatologische Zentrum Skinmed eine neue Klinik – mit eigenem Chefarzt und Weiterbildungsstätte für Assistenzärzte.

, 26. März 2018, 04:30
image
  • spital
  • kanton aargau
  • dermatologie
  • skinmed
Das Aarauer dermatologische Zentrum Skinmed expandiert nach Lenzburg: Unmittelbar neben der Bahnlinie in der Überbauung «Im Lenz» soll eine Klinik mit rund 20 Mitarbeitenden entstehen, wie die «Aargauer Zeitung» meldet. 
Die geplante Klinik auf dem ehemaligen Hero-Areal hat vom kantonalen Departement für Gesundheit eine Betriebsbewilligung als Spital erhalten. Anbieten will das neue Zentrum Dermatologie als auch plastische Chirurgie. 

Wie ein Hotel 

Skinmed Lenzburg wird sich über drei Etagen eines 11-geschossigen Hochhauses erstrecken. Im Parterre: der Empfang und die Dermatologie. Im 1. Obergeschoss werden sich Büro- und Meetingräume befinden – und im 2. OG die Operationssäle und vier Zimmer für stationäre Patienten.
«Es wird nicht aussehen wie eine Klinik, sondern wie ein Hotel», sagt Skinmed-Gründer Felix Bertram (43) der Zeitung. Die Einrichtung der Klinik wird dem Facharzt für Dermatologie und Venerologie zufolge etwa 3,5 Millionen Franken kosten. Die Eröffnung sei für den Herbst geplant. 
image
Skinmed-Gründer Felix Bertram setzt auf den Kanton Aargau | Screenshot Tele M1

Vermehrt inhouse operieren

«Ich setze auf den Aargau. Es ist nicht mein Ziel, Filialen in der ganzen Schweiz zu haben», sagt Bertram weiter. Der Dermatologe, der vor elf Jahren von Hamburg in die Schweiz kam, werde weiterhin primär in Aarau tätig sein, Lenzburg bekomme einen eigenen Chefarzt.
Nach der Inbetriebnahme der neuen Klinik zwischen Aarau und Zürich werden die Skinmed-Ärzte vermehrt inhouse operieren. Bisher waren sie auch als Belegärzte beispielsweise in Menziken tätig.

Zusammenarbeit mit der Uni Zürich

Skinmed Lenzburg wird ferner eine Weiterbildungsstätte für Assistenzärzte sein – in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich, heisst es. Die Rede ist von einer zweijährigen Weiterbildung zum Facharzt.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Freiburger Spital muss Operationen verschieben

Das Freiburger Spital HFR sieht keine andere Lösung mehr: Weil alle Betten ausgelastet sind, verschiebt es nicht dringende Eingriffe.

image

Die Rega scheitert im Wallis an Air Zermatt und Air Glacier

Der Kampf der Rettungs-Unternehmen um den Walliser Luftraum ist entschieden: Die Rega erhält keinen Auftrag.

image

Nun macht auch Team der Uroclinic in Wetzikon mit

Die Urologieabteilungen des Zürcher Unispitals und des GZO Spitals Wetzikon nehmen einen dritten Partner auf: Die Uroclinic Wetzikon.

image

Dieses Foto aus dem Zürcher Kinderspital holt einen Preis

Ein Bild der Fotografin Barbora Prekopová vom Kinderspital Zürich erhält die Auszeichnung als «bestes PR-Foto des Jahres 2022».

image

José Oberholzer auf dem Sprung in die Schweiz?

Der Chirurg José Oberholzer soll angeblich die Funktion als neuer Klinikdirektor der prestigeträchtigen Transplantations-Chirurgie am Zürcher Unispital übernehmen.

image

Nationalfonds unterstützt St.Galler Forschung zu «Long Covid»

Natalia Pikor vom Kantonspital St.Gallen erhält vom Nationalfonds Fördergelder in Millionenhöhe. Es ist nicht das einzige geförderte Forschungsprojekt.

Vom gleichen Autor

image

Ärzte erhalten von Ärzten eine Sonderbehandlung

Ärzte als Patienten kriegen bestimmte Privilegien, die andere Patienten oder Patientinnen nicht erhalten würden. Dies sagt die grosse Mehrheit der in einer Studie befragten Ärzte.

image

Insel Gruppe: Chefarzt Stephan Jakob gibt Leitung weiter

Joerg C. Schefold übernimmt die Klinikleitung der Intensivmedizin am Berner Inselspital. Er folgt auf Stephan Jakob, der in Pension gehen wird.

image

Ärzte greifen während Arbeit zu Alkohol und Drogen

Da die Belastung im Gesundheitswesen hoch ist, erscheinen offenbar Ärzte sogar betrunken oder high zur Arbeit. Dies zumindest geht aus einer Umfrage aus den USA hervor.