Neues Studium an der Schnittstelle zwischen Medizin und Theologie

Die Universität Zürich schafft eine Professur für Spiritual Care. Das Fach bewegt sich zwischen Palliativmedizin und Seelsorge.

, 24. September 2015, 08:00
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Der Universitätsrat der Universität Zürich hat Simon Peng-Keller zum ausserordentlichen Professor für Spiritual Care ernannt. Mit der neu geschaffenen Professur will die Universität die Forschung und Lehre auf dem Gebiet vorantreiben, wie sie in einer Mitteilung schreibt. 
Der 46-Jährige Peng-Keller habilitierte an der Universität Freiburg und wirkte als Dozent an der Theologischen Hochschule Chur, der Theologischen Schule Einsiedeln sowie an der Universität Freiburg. Zudem war er als Seelsorger im Kantonsspital Luzern tätig sowie in verschiedenen Altersheimen in Zürich. Er weise eine «fundierte Erfahrung» in der interdisziplinären Forschung an der Schnittstelle von Theologie und Medizin auf, so der Universitätsrat. 

Umgang mit religiösen und spirituellen Bedürfnissen 

Peng-Keller wird seine Lehr- und Forschungstätigkeit im Herbstsemester 2015 aufnehmen. Die Professur wird in einem 50-Prozent-Pensum ausgestaltet, ebenfalls vorgesehen ist eine Assistenzstelle. Der Lehrauftrag umfasst ein Wahlpflichtmodul im Rahmen des Mantelstudiums an der Medizinischen Fakultät sowie die Mitwirkung an der Lehre der Theologischen Fakultät.
Die neue Professur vermittelt angehenden Ärztinnen und Ärzten sowie Theologiestudierenden den Umgang mit religiösen und spirituellen Bedürfnissen schwer- und chronisch kranker Menschen. Ausserdem soll die entsprechende Forschung auf dem Gebiet der Palliativmedizin und Seelsorge vorangetrieben werden. Die Professur wird von beiden Landeskirchen während sechs Jahren finanziert. 
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