«Netzwerken» heisst derzeit die Devise bei den Apotheken: Eine stark wachsende Zahl schliesst sich einer Gruppierung an, wie aus dem neuen Geschäftsbericht des Schweizerischen Apothekerverbands
Pharmasuisse hervorgeht. Von den 1232 unabhängigen Apotheken in der Schweiz haben sich bereits 827 einer Gruppierung zusammengeschlossen, 66 mehr als im Vorjahr. «Dieser Trend ist ein Zeichen der wirtschaftlich schwierigen Situation, in der sich die Apotheken befinden», heisst es im Bericht.
Apotheker bleibt unabhängig
Die Gruppierungen bieten Apothekern die Möglichkeit, von Synergien zu profitieren, unter anderem beim koordinierten Einkauf, dem Marketing und der Fortbildung - und dennoch unabhängig zu bleiben und die Apotheke selbstständig zu verwalten. Dies im Gegensatz zu den Kettenapotheken, die zu einem zentral verwalteten Unternehmen gehören und bei denen der verantwortliche Apotheker als wissenschaftlicher Leiter der Apotheke für das Unternehmen arbeitet. Laut Pharmasuisse ist der Trend zur Kette ist im vergangenen Jahr «etwas abgeflaut», allerdings sei im laufenden Jahr wieder eine Zunahme zu beobachten. 551 Apotheken sind in Ketten organisiert, zum Beispiel die Galencia-Gruppe oder die Topwell-Apotheken.
Feelgood's Nummer eins
Unter den Gruppierungen gab es vergangenes Jahr einige Verschiebungen: Toppharm und Rotpunkt legten zu, Fortis Concept verlor am meisten Mitglieder. Feelgood's Apotheken ist nach wie vor der grösste Zusammenschluss. Neu in der Liste erscheinen Grischa Pharma, Amavita und apoplus.
Die grössten Apotheken-Gruppen
- 163 Feelgood's (Vorjahr: 161)
- 119 Fortis Concept (Vorjahr 136)
- 118 TophPharm (Vorjahr 112)
- 114 Salveo (Vorjahr 114)
- 102 PharmaPower (Vorjahr 102)
- 92 Rotpunkt (Vorjahr 85)
- 89 pharmacieplus (Vorjahr 95)
- 70 Pharmavital (Vorjahr 58)
- 20 Grischa Pharma (-)
- 19 Amavita Partner (-)
- 16 apoplus (-)