Die Idee ist ja nicht ganz neu. Ob bei Toppharm, Redcare, Amavita oder diversen lokalen Geschäften – zum Angebot vieler Schweizer Apotheken gehört heute auch, dass sie nach Hause liefern, ob per Post oder Kurier.
Die nächste Stufe: Eine Apothekengruppe arbeitet mit einem grossen Kurier-Konzern zusammen. In Deutschland liefert die Apothekengruppe
Cure seit diesem Sommer mit Uber Eats aus. Und jetzt gibt es solch eine Kooperation auch in der Schweiz: Die Benu-Apotheken kooperieren mit Just Eat.
In sechs Schweizer Städten sind ab sofort freiverkäufliche Gesundheits- und Wellness-Produkte aus dem Benu-Sortiment per Just-Eat-App erhältlich: Erkältungsmittel, Babynahrung, Schwangerschaftstests oder Erste-Hilfe-Artikel werden innert 45 Minuten nach der Bestellung geliefert, so das Versprechen. Derzeit stehen so zwischen 400 und 1’000 Produkte zur Verfügung, je nach Standort. Nicht im Kurierangebot sind verschreibungspflichtige Arzneimittel oder OTC-Medikamente sowie klassische Drogerieartikel.
Ziel: Das ganze Land
Das Projekt läuft derzeit in Lausanne, Fribourg, Zürich, Winterthur, Chur und Luzern; weitere Standorte sollen bald folgen: Das Ziel der Partner ist ein landesweites Angebot.
Als «weiteren innovativen Schritt auf dem Weg hin zur Apotheke der Zukunft» bezeichnet Benu-Direktor Gerd Kaiser die Kooperation. Die Apotheke komme damit näher an den Alltag der Kundschaft.
Tatsächlich eröffnen diese Vertriebsarten den Apotheken eine zusätzliche Präsenz beziehungsweise die Chance, an neue Kundinnen und Kunden zu gelangen – nämlich an all jene, die ohnehin schon die Just-Eat-App heruntergeladen haben und gelegentlich dort bestellen.