Medicnova: Noch ein Fachbereich im Angebot

Die Liechtensteiner Privatklinik baut zusätzlich einen Bereich Herzmedizin auf. Dazu holt sie zwei Kardiologie-Spezialisten.

, 5. September 2016 um 09:16
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Orthopädie, Chirurgie, Urologie Anästhesiologie waren geplant – nun setzt die neue Privatklinik im Fürstentum Liechtenstein auch noch auf Kardiologie: «Mit dem Fachbereich für Herz-Kreislauf-Krankheiten an der Medicnova Privatklinik wird die kardiologische Versorgungssituation im Einzugsgebiet Liechtenstein-Rheintal deutlich verbessert», erklärt Anita Basu in einer Mitteilung. 
Für Patienten heisse das: kurze Anfahrtswege und Behandlung mit geringstmöglicher Zeitverzögerung, so die Klinikdirektorin weiter. 

Zwei Belegärzte für Bendern

Aufgebaut und geleitet soll der neue Fachbereich von Werner Benzer, Facharzt für Innere Medizin – Kardiologie, Sport- und Präventivmedizin. Benzer war bis 2015 ärztlicher Leiter der Abteilung für interventionelle Kardiologie am Landeskrankenhaus Feldkirch (Österreich). Er betreibt dort zudem eine Privatpraxis. 
Ebenfalls als Belegarzt für die Klinik, die Anfang 2017 den Betrieb aufnehmen wird, stösst Johannes Jehle hinzu. Er ist Facharzt für Kardiologie und Facharzt für allgemeine Innere Medizin. Vor seiner Praxisgründung in Vaduz im Jahr 2013 war Jehle am Deutschen Herzzentrum in München als interventioneller Kardiologe tätig.

Ambulante Rehabilitation statt Reha

Das Konzept der Herzmedizin an der Medicnova-Klinik sieht ein sogenanntes «Comprehensive Cardiac Care»-Modell vor. Dieses beinhaltet gleichermassen die Prävention, Therapie und Rehabilitation. Patienten – auch solche mit chronischen Herzerkrankungen – sollen zudem in der ambulanten Rehabilitation nachbetreut werden: Die Patienten kommen zu vorgegebenen Therapieeinheiten in die Klinik. Diese ambulante Rehabilitation soll deutlich kostengünstiger als die übliche stationäre Reha im angrenzenden Ausland sein, sagt Anita Basu. 
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