Kleinere Essensportionen am Luzerner Kantonsspital

Mini-Suppen, kleinere Joghurts oder weniger Käse: Die Luzerner Kantonsspitäler wollen innerhalb eines Jahres ein Drittel weniger Lebensmittel wegwerfen.

, 15. August 2017, 09:13
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Lebensmittelabfälle von Patienten oder Reste von Überproduktionen aus der Küche: Insgesamt 25 Tonnen Essensreste landen in einem Monat beim Luzerner Kantonsspital (Luks) und seinen Spitälern in Wolhusen und Sursee im Müll. 
Der Essensabfall entspricht 50’000 ungekochten Spaghetti-Packungen. Damit soll nun Schluss sein, wie das Regionaljournal Zentralschweiz berichtet. Das Luks will innerhalb eines Jahres 30 Prozent weniger Lebensmittel wegwerfen.
Ob dieses Ziel erreicht wird, misst das Spital in einem Jahr. Ziel des mit dem Verein United Against Waste durchgeführten Projektes war es zu eruieren, wie viel Essensreste von welchen Stellen im Müll landen.

30 Massnahmen – unter anderem: 

  • kleinere Suppenportion (140g anstatt 180g)
  • Kleinere Joghurts (90g anstatt 150g)
  • Kleinere Milchportionen (140g anstatt 170g)
  • Weniger Schnittkäse (27g anstatt 40g)
  • Keine Suppe mehr im Standart-Menü am Abend
  • Küche verzichtet auf «Reserve-Essen»
  • Küch kocht zweimal in der Woche eine Gemüsesuppe und eine Brotsuppe aus Resten
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