Langjähriger Tessiner Kantonsspital-Mitarbeiter verhaftet

Einem Pflegeprofi am Regionalspital Mendrisio wird vorgeworfen, er habe mehrere Patienten misshandelt – zum Teil schwer.

, 10. Dezember 2018, 07:16
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Gegen einen Mitarbeiter der Ente Ospedaliero Cantonale (EOC) in Mendrisio wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Es steht der Verdacht im Raum, dass der Pfleger Patienten misshandelt habe, indem er sie teilweise schwer verletzt oder Nötigung und Zwang ausgeübt habe. Dies berichten mehrere italienischsprachige Medien.
Die Tessiner Kantonsspitäler bestätigen in einer Mitteilung «unangemessenes Verhalten» eines Mitarbeiters. Dieser sei sofort suspendiert worden. Das Spital startete zudem eine interne Untersuchung. Sowohl der Kantonsarzt als auch die Tessiner Staatsanwaltschaft wurden über den Fall informiert.

Strafverfahren eröffnet

Die Strafverfolgungsbehörde haben in der Zwischenzeit ein Strafverfahren eröffnet und entschieden, den Mann in Untersuchungshaft zu nehmen. Das EOC will laut der Mitteilung äusserst transparent zusammenarbeiten. Aus Gründen der laufenden Untersuchung der stellvertretenden Generalstaatsanwältin Nicola Respini könne das Spital keine weiteren Informationen vorlegen.
Tessiner Medienberichten zufolge handelt es sich um einen Schweizer mit Wohnsitz in Mendrisiotto, der seit 20 Jahren beim EOC arbeite. Der Fall soll ein anderer Mitarbeiter aufgedeckt haben. Dieser erstattete Meldung an die Geschäftsleitung. Offenbar handelt es sich bei den mutmasslichen Opfern insbesondere um ältere Menschen.
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