KSGL: Sehr gutes Arbeitsklima – gewisse Wünsche beim Lohn

Eine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit attestiert dem Kantonsspital Glarus überdurchschnittliche Noten.

, 11. April 2016, 07:44
image
  • spital
  • glarus
  • kantonsspital glarus
Auch das Kantonsspital Glarus gehört zu den Schweizer Spitälern, die periodisch und in standardisierter Form die Mitarbeiterzufriedenheit erheben lassen. Dabei beantworten die Mitarbeitenden 57 Fragen zu Arbeitsinhalt, Lohn, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Team, Bildungsmöglichkeiten, Arbeitsplatz, Arbeitszeit, Führung oder weitere Leistungen des Arbeitgebers.
Jetzt wurde nach 2010 und 2012 eine dritte Befragungsreihe durchgeführt. Sie ergab, dass die KSGL-Angestellten in sämtlichen abgefragten Bereichen zufriedener sind als der Durchschnitt der teilnehmenden Spitäler.
Und vor allem, so die Mitteilung des KSGL, ist die Zufriedenheit in den Erhebungen seit 2010 kontinuierlich gestiegen. Einzige Ausnahme: Die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz, also etwa mit Platzverhältnissen und Arbeitsmitteln, wurde diesmal nicht mehr gleich positiv bewertet wie in den Vorjahren – insbesondere im Bereich der EDV.

Arbeitsklima gut oder sehr gut

369 Mitarbeitende hatten den Fragebogen anonym ausgefüllt; dies entspricht zwei Dritteln des Personals.
Im obersten Vierteil der befragten 43 Spitäler landete das Kantonsspital in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Arbeitsplatz sowie weitere Leistungen des Arbeitgebers.
Siehe auch: «Durchschnittsnote 3,35: So beurteilen die Mitarbeiter im Gesundheitswesen ihre Arbeitgeber»
Die höchsten Zufriedenheitsnoten erreichte der Bereich Arbeitsinhalt. Am wenigsten zufrieden waren die Mitarbeitenden mit dem Lohn.
Das Arbeitsklima wurde von mehr als drei Viertel aller Befragten als gut oder sogar sehr gut taxiert.

Die Leitung hatte reagiert

Am positivsten war die Entwicklung bei den Möglichkeiten an Aus- und Weiterbildung sowie bei der Führung: Hier stieg die Zufriedenheit seit der letzten Erhebung am stärksten.
Tatsächlich hatte die Leitung des Kantonsspitals Glarus nach 2012 auch reagiert: Sie schuf eine Teilzeitstelle für die Koordination der Aus- und Weiterbildung, und im Bereich der Führung wurde in die Ausbildung des Kaders investiert.


Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Poliklinik-Leiter der Insel kommt ins Emmental

Das Spital Emmental hat einen Spezialisten vom Berner Inselspital für seine neue Rheumatolgie-Abteilung gefunden.

image

Regionalspital nimmt in der Gastroenterologie weltweit Pionierrolle ein

Das GZO Spital Wetzikon ist auf dem Weg zu einem Referenz- und Ausbildungszentrum. Das Ziel ist es, Gastroenterologen für den Eingriff und die Handhabung mit neuen Einweg-Endoskopen auszubilden.

image

Personalsuche Italien: «Wie sind die Reaktionen aus der Branche, Herr Blasi?»

Das Kantonsspital Aarau will Pflegefachpersonen in Rom rekrutieren. Fabio Blasi, Leiter Personalgewinnung, spricht über den Fachkräftemangel und das Projekt.

image

Bethesda Spital: Wechsel in der Spitalleitung

Das Bethesda Spital holt Henrik Pfahler vom Basler Unispital und Ueli Zehnder vom Inselspital nach Basel.

image

Stefan Fischli zum Chefarzt befördert

Stefan Fischli wird Chefarzt Endokrinologie/Diabetologie und klinische Ernährung am Luzerner Kantonsspital.

image

Diese Medizinstudentin will in den Regierungsrat

Zoé Stehlin tritt für die Juso als Luzerner Regierungsratskandidatin an.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.