Spitalplanung 2026: Glarus legt neue Spitallisten fest

Das Kantonsspital Glarus bleibt zentrales Listenspital für Grund- und Notfallversorgung. Die Zurzach Care Rehaklinik Braunwald verliert ihren Leistungsauftrag in der Rehabilitation.

, 28. November 2025 um 06:50
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Das Kantonsspital Glarus sichert weiterhin die stationäre Grund- und Notfallversorgung. Foto: zvg
Der Kanton Glarus hat seine Spitalliste für 2026 festgelegt: Das Kantonsspital Glarus bleibt das zentrale Listenspital für die Grund- und Notfallversorgung.
Die Akutsomatik wird künftig gemeinsam mit dem Kantonsspital Graubünden in Chur und dem Universitätsspital Zürich koordiniert.
Sieben weitere Spitäler erhalten vereinzelte Aufträge, während die umfassenden Leistungsaufträge für Kinderspitäler an das Kinderspital Zürich und das Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen gehen. Das Luzerner Kantonsspital sowie die Klinik im Park Zürich fallen von der Glarner Liste weg.
Ursprünglich war eine gemeinsame Spitalplanung mit fünf anderen Ostschweizer Kantonen vorgesehen, teilte der Kanton mit. Da die Zusammenarbeit jedoch nicht wie geplant zustande kam, erfolgte die Glarner Spitalplanung weitgehend eigenständig.

Reha Braunwald verliert Leistungsauftrag

Neu vergeben wurden die Spitallisten 2026 für die Akutsomatik und Rehabilitation. Mit der Einführung von Mindestfallzahlen, der Förderung von Kooperationen und der Teilnahme an Qualitätsprogrammen gelten nun neue Vorgaben.
Die Zurzach Care Rehaklinik Braunwald, die ihre Leistungen inzwischen hauptsächlich im Bereich Psychiatrie erbringt, erhält in der Rehabilitation keinen Leistungsauftrag mehr für somatoforme Störungen und chronische Schmerzen, da die geforderten Mindestfallzahlen deutlich unterschritten wurden. Die Überprüfung und Aktualisierung der Spitalliste im Bereich Psychiatrie steht noch aus und ist für den 1. Januar 2028 geplant.
Im Bereich Rehabilitation erfolgt die stationäre Versorgung nun ausschliesslich durch ausserkantonale Anbieter. Wichtigste Anbieterin ist die Klinikgruppe Valens mit ihren Standorten Wald, Valens, Walenstadtberg, Davos und Chur.
Die neuen Listen treten am 1. Januar 2026 in Kraft und sollen die stationäre Versorgung der Bevölkerung bis 2035 sichern. Die bisherigen Listen von 2012 werden am 31. Dezember 2025 aufgehoben.

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