Gesundheitskosten steigen auf über 80 Milliarden Franken

2016 haben die Gesundheitsausgaben in der Schweiz um 3,2 auf 80,7 Milliarden Franken zugenommen. Spitäler waren die grössten Kostentreiber.

, 19. April 2018, 09:43
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  • politik
  • gesundheitskosten
Von den Mehrausgaben in Höhe von 3,2 Milliarden Franken entfiel der grösste Anteil von 1,3 Milliarden Franken auf die Spitäler. 
Bei sozialmedizinischen Einrichtungen wie Alters- und Pflegeheimen stiegen die Ausgaben um 0,4 Milliarden Franken, bei den Arztpraxen um 0,2 Milliarden und bei anderen ambulanten Leistungserbringern um 0,5 Milliarden Franken. Dies Anbieter machen zusammen 77 Prozent der Gesundheitskosten aus.  

Wachstum im Durchschnitt der Vorjahre

Mit 3,8 Prozent lag das Wachstum im Durchschnitt der Vorjahre. Das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt stieg von 11,9 auf 12,2 Prozent. Dies geht aus den provisorischen Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. 
Gemessen am Fünfjahresmittel verteuerte sich die Gruppe der anderen ambulanten Leistungserbringern mit über 10 Prozent überdurchschnittlich. Dazu gehören primär Spitex und Physiotherapie. Bei Ärztinnen und Ärzten lag das Kostenwachstum hingegen mit 1,5 Prozent deutlich unter dem Fünfjahrestrend. 
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