Ein Nationalrat steht neu an der Spitze von Pro Salute

Nationalrat Felix Wettstein präsidiert künftig den nationalen Verein «Pro Salute». Die Organisation will sich für Prämienzahlende, für Patientinnen und Patienten und für Konsumenten einsetzen.

, 8. April 2022, 06:00
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  • patienten
  • politik
Im Präsidium des Vereins «Pro Salute» kommt es zu einem Wechsel. Felix Wettstein übernimmt die Funktion von Sophie Michaud Gigon. Die Waadtländer Nationalrätin und Konsumentenschützerin gibt das Amt nach zwei Jahren weiter. 
Wettstein sitzt seit 2019 im Nationalrat der Grünen und ist Mitglied der Finanzkommission. Beruflich arbeitet er als Dozent für Gesundheitsförderung und Prävention an der Hochschule für Soziale Arbeit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Wettstein gehört dem Fachrat von Public Health Schweiz an und leitete bis vor zwei Jahren die Fachgruppe Gesundheitsförderung.

«Für mehr Transparenz, Einfachheit und Vergleichbarkeit»

«Wir Prämienzahlende, wir Steuerzahlende sind die mit Abstand grösste Betroffenen-Gruppe im Feld der Gesundheitspolitik», sagt Wettstein laut Mitteilung. Es bestehe ein gemeinsames Interesse an Qualität, an Transparenz und an der Beseitigung von Fehlanreizen. «Darum muss unsere Stimme unüberhörbar sein», so der neue Präsident.
«Pro Salute» hat sich zum Ziel gesetzt, sich als «politisch einflussreiche Instanz» für die Meinungsbildung und Interessenvertretung gegenüber den gut organisierten Leistungserbringern und Versicherungsverbänden zu etablieren. Die Dachorganisation, die seit zwei Jahren besteht, will sich insbesondere für mehr Transparenz, Einfachheit und Vergleichbarkeit im Gesundheitswesen einsetzen. 
Gründungsmitglieder
  • Associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana ACSI
  • Dachverband Schweizerischer Patientenstellen DVSP
  • Fédération romande des consommateurs FRC
  • Geliko – Schweizerische Gesundheitsligen-Konferenz
  • SPO Patientenschutz
  • Stiftung für Konsumentenschutz
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