Bei der Gesundheit gibt es keine Bundes-Subventionen zu kürzen

Die Eidgenössische Finanzkontrolle will bei den Subventionen sparen. Der Gesundheitsbereich wird aber vom Bund kaum subventioniert.

, 22. Mai 2024 um 08:56
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Die Arzneimittelbehörde Swissmedic erhält vom Bund 20 Millionen Franken Subventionen pro Jahr. | em
Nach Ansicht der Eidgenössischen Finanzkontrolle gibt der Bund zu viel Geld aus für Subventionen. Nun schlägt die Aufsichtsbehörde vor, einen Teil dieser Subventionen kürzen oder gleich ganz streichen. Ein Bericht hat ergeben, dass Finanzhilfen und Abgeltungen mit 48,5 Milliarden Franken mittlerweile die Mehrheit der Bundesausgaben ausmachen.
Eine Expertengruppe prüft nun alle Subventionen. Dem Gesundheitsbereich dürfte es allerdings kaum an den Kragen gehen. Denn dafür gab der Bund schon bisher kaum Geld aus, wie der Überblick über die Subventionen zeigt.

Nur 138 Millionen gehen an Gesundheit

  • Der Gesundheitsbereich erhält nur gerade 28 Prozent der Gesamtausgaben als Subventionen – so wenig wie kaum ein anderer Bereich. Zum Vergleich: Landwirtschaft, Bildung, Forschung und Wirtschaft erhalten alle über 90 Prozent ihrer Ausgaben als Subventionen ausgerichtet.
  • Auch in absoluten Zahlen ist der Gesundheitsbereich einer der kleinsten Bundessubventions-Empfänger: Gerade mal 138 Millionen von den rund 48 Milliarden Franken Subventionen gehen aufs Konto Gesundheit. Das sind knapp 0,3 Prozent.
  • Die vier grössten Subventionsempfänger im Gesundheitsbereich sind:
47 Millionen Franken für Schlachtbetriebe. Sie erhalten dieses Geld für die Entsorgung von tierischen Abfällen zur Vorbeugung von Tierseuchen.
23 Millionen Franken für Arzneimittel und Impfungen in Zusammenhang mit Covid.
21 Millionen Franken für die Gesundheits-Prävention.
20 Millionen Franken für die Heilmittelbehörde Swissmedic.
  • politik
  • subventionen
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