Drohnen über der Insel-Gruppe

Das Inselspital, das Spital Tiefenau und die Landspitäler werden wohl schon bald per Luftweg miteinander verbunden.

, 7. Mai 2017, 20:54
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Seit März läuft der Versuch im Tessin: Dort werden die Standorte der Kantonsspital-Gruppe EOC über Drohnen miteinander verbunden. Auf dem Luftweg sendet das Personal beispielsweise Laborproben vom Ospedale Italiano zum Ospedale Civico in Lugano.
Hinter dem Test steht die Post – und sie will nun gleich in Bern weitermachen. Konkret: Die Spitäler der Insel Gruppe werden bald schon per Drohne miteinander verbunden. Dies meldet der «Sonntagsblick», und er zitiert dabei Insel-Logistikchef Guido Sammler: «Die Post möchte das Drohnenprojekt weitertreiben. Sie ist auf uns zugekommen, um multilaterale Verbindungen zu testen.»

Flexibler – vor allem in der Nacht

Konkret sollen das Zentrum für Labormedizin und die Spitalpharmazie – zentral im Inselspital untergebracht – mit dem Stadtspital Tiefenau sowie den Landspitälern Aarberg, Münsingen, Belp und Riggisberg verbunden werden.
Die kleineren Spitäler werden also vor allem Laborproben über die Luft nach Bern senden – und auf dem Rückweg kann die Spitalpharmazie bestimmte Medikamente versenden. «Wir wollen mit den Drohnen flexibler werden, vor allem in der Nacht», sagte Sammler dem «SonntagsBlick».
Derzeit nutzt das Inselspital vor allem Taxis für rasche Spezialsendungen, die seien aber insbesondere für Notfallsendungen angesichts des Verkehrsaufkommens nicht immer die beste Wahl.
Sofern die Geschäftsleitung dem Test definitiv zustimmt, heben die ersten Inseldrohnen im Juli ab.

Laborproben per Drohne – so läuft es beim Tessiner Kantonsspital EOC:

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