Diese drei Medtech-Firmen holen je 100'000 Franken

Bei insgesamt fünf Preisen räumen gleich drei Firmen aus dem Gesundheitsbereich den begehrten W.A. de Vigier-Förderpreis ab.

, 20. Mai 2016, 08:55
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Die W.A. de Vigier Stiftung verkörpert den Inbegriff der Unternehmensförderung. Die jährlichen Awards sind sehr begehrt. Am Donnerstag war es in Solothurn wieder soweit – zum 27. Mal. 
Dieses Jahr stammen drei der fünf Preisträger aus dem Medtech-Umfeld. Das sind sie: 

Pregnolia Zürich: Risiko von Frühgeburten erkennen


Ein Messgerät soll das Risiko von Frühgeburten senken, indem eine Sonde die Festigkeit des Gebärmutterhalses misst. Dank Pregnolia könnten 80 Prozent der Frauen mit einem Risiko für eine Frühgeburt erkannt werden. Heute liegt die Erkennungsrate bei 40 Prozent.
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Das Messgerät von Pregnolia soll das Risiko von Frühgeburten senken (Bild: Pregnolia)

Peripal Zürich: Vereinfachung der Dialyse zu Hause


Peripal löst die Infektionsgefahr durch ein Gerät, das den Zugang mechanisch und in einem sterilen Umfeld herstellt. Das vereinfache die Therapie für Patienten und Pflegepersonal. Mit jedem zu Hause behandelten Patienten spare das Gesundheitswesen jährlich zwischen 10'000 und 20'000 Franken. 
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Peripal will durch ein Gerät das Infektionsrisiko bei der Dialyse zu Hause verringern (Bild: Peripal)

Nanolive Ecublens:  3D Forschung an lebenden Zellen


Nanolive entwickelte ein Mikroskop, das die Erforschung lebender Zellen in 3D ermöglicht – ganz ohne sie zu beschädigen. Mit dem 3D Cell-Explorer wird die Zellaktivität umfassend und in Echtzeit wiedergegeben. 
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Dieses Mikroskop soll die Erforschung lebender Zellen in 3D ermöglichen (Bild: Nanolive)

Geld, Netzwerk und Marketinginstrument

Aus knapp 100 Bewerbungen von Schweizer Jungunternehmen gelangten letztlich 20 in den Pool der Kandidaten. Fünf davon wurden mit dem Förderpreis von 100'000 Franken ausgezeichnet. 
Kriterien bei der Projektbeurteilung waren:

  • Unternehmer-Persönlichkeit, 
  • Innovationscharakter, 
  • gesamtgesellschaftliche Relevanz, 
  • technische und finanzielle Machbarkeit sowie 
  • Marktchancen.

Die Gewinner können nebst dem Geld vom Netzwerk der Stiftungsräte profitieren und erhalten auch einen grossen Support. Zudem ist der W.A. de-Vigier-Preis ein sehr gutes Marketinginstrument, sagt De-Vigier-Stiftung-Geschäftsführerin Regula Buob.  

Mehr als 10 Millionen Franken Förderkapital

In ihren 25 Jahren hat die Stiftung, die auf den Unternehmer Bill de Vigier zurückgeht, über 10 Millionen Franken Startkapital an Jungunternehmer im Kanton und der Schweiz verteilt. Daraus seien über 75 erfolgreiche Start-Up-Firmen und zahlreiche neue Arbeitsplätze entstanden.

  • Alle Preisträger 2016 sehen Sie hier

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