Corona: Was die Kantone den Spitälern empfehlen

Spitäler und Kliniken müssen sich auf erneute Auslastungsspitzen in den Herbst- und Wintermonaten vorbereiten. Die Gesundheitsdirektoren setzen dabei auf bewährte Massnahmen.

, 11. März 2022, 09:36
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Der Grossteil der Massnahmen zur Eindämmung von Covid-19 konnte inzwischen aufgehoben werden. Kurz: die Schweiz befindet sich auf dem Weg in Richtung Normalität. Insbesondere im Herbst und Winter kann die Virusaktivität aber wieder zunehmen, wie die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) mitteilt. 
Wie stark dieser wahrscheinliche Anstieg des Infektionsgeschehens das Gesundheitswesen belasten werde, hänge unter anderem von der Immunität in der Bevölkerung und von der vorherrschenden Virusvariante ab. Eine Prognose sei derzeit noch nicht möglich.

Zurückstellen nicht dringlicher Eingriffe

Die Kantone müssten aber Vorkehrungen treffen, damit die Kapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten temporär substanziell erhöht werden können. Dieser Auftrag ergibt sich auch aus dem bis Ende 2022 geltenden Covid-19-Gesetz. 
Die GDK hat dazu nun Empfehlungen verabschiedet. Aus der Sicht des Vorstands können sich die Kantone unter anderem auf die Massnahmen und Prozesse abstützen, die sich in der bisherigen Krisenbewältigung bewährt haben: Dazu zählen das Zurückstellen nicht dringlicher Eingriffe, die Schaffung von ad-hoc-Intensivplätzen oder die regionale und nationale Koordination von Patientenverlegungen.

Personalförderung und Ausbildungsoffensive

Zusätzliche Betten sind rasch aufgebaut, wie die GDK weiter festhält. Das knappe Gut sei aber das qualifizierte Fachpersonal. Anreizsysteme zur Beschäftigung von zusätzlichem Personal in der Intensiv- und Notfallpflege könnten dabei Abhilfe schaffen. 
Die Leistungsfähigkeit und Flexibilität des Gesundheitssystems sei aber auch mittel- und langfristig sicherzustellen, schreibt die GDK weiter. So hat für die Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren nach der Annahme der Pflegeinitiative auch die rasche Umsetzung der Ausbildungsoffensive im Pflegebereich Priorität.
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