«BaseLaunch»: In Basel entsteht eine neue Drehscheibe für Healthcare-Start-ups

Die Pharmakonzerne Novartis, Johnson & Johnson und Pfizer locken mit Fördergeldern vielversprechende Jungunternehmen der Gesundheitsbranche in die Nordwestschweiz.

, 7. März 2017 um 08:09
image
  • basel
  • wirtschaft
  • pharma
  • novartis
  • pfizer
Das neue Beschleunigungsprogramm bietet ausgesuchten Jungunternehmen aus der Gesundheitsbranche Anschubhilfe, Know-how, Kontakte und Zugang zur Life-Sciences-Industrie der Region Basel. Ziel ist es, «bahnbrechende und förderungswürdige Innovationen zu finden, die dringenden medizinischen Herausforderungen begegnen». 

Gesucht wird also nichts weniger als die neue Unternehmergeneration der Life-Sciences-Industrie. «BaseLaunch», so der Name der Plattform, ist eine Initiative der Standortförderung Basel Area und wird primär von Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund und Pfizer unterstützt. Die Konzerne erhoffen sich durch die Errungenschaften der Jungunternehmer neue Perspektiven für die eigene Forschung. 

Über 250'000 Franken pro Projekt

Das Programm besteht aus zwei Phasen: In der ersten Phase, die drei Monate dauert, arbeiten die Firmengründer eng mit einem Team vom «BaseLaunch» zusammen. Die finanziellen Beiträge betragen bis 10'000 Franken pro Projekt. 
Bis zu drei Start-ups werden anschliessend für die zweite, 12 Monate dauernde Phase ausgewählt. Dort erhalten sie die Chance, in den Labors des Innovationsparks in Allschwil Forschungsdaten zu generieren und Meilensteine ihres Businessplans zu erreichen. Hierfür erhalten sie bis zu 250'000 Franken an Fördergeldern. 
Die Finanzierung erfolgt zweigleisig: Zum einen durch direkte Zahlungen der  Konzerne an die Start-ups. Infrastruktur, Marketing und andere Mangementleistungen sowie die Nutzung der Laboratorien im Innovationspark in Allschwil werden von der öffentlichen Hand finanziert. 

CEO ist Unternehmerin

Leiterin von «BaseLaunch» ist die gebürtige Mexikanerin Alethia de Léon, die zuvor bei Novartis in der Neurowissenschaften und im Pharma-Strategieteam tätig war. Mit der Gründung und der Leitung der Medizinaltlechnikfirma Senes Sciences bringt sie auch praktische Erfahrung aus der Start-up-Szene mit. «Wir möchten die Start-ups individuell anleiten und ihnen die Möglichkeit verschaffen, vollends in der Life-Sciences-Wertschöpfungskette aufzugehen», erklärt sie. 

Bewerbungsfrist läuft

Start-ups aus der Branche können sich für das Förderprogramm bewerben. Die Bewerbungsfrist dauert bis am 30. Juni 2017. Die Auswahl wird von einer Gruppe von Branchenexperten unter der Leitung von Fabian Buller von Johnson & Johnson Innovation getroffen. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

29 von 30 Apotheken wollten teurere Medikamente verkaufen

Ein Test des «K-Tipps» gibt ein wenig schmeichelhaftes Bild ab: Nur eine Apotheke empfahl wunschgemäss auf Anhieb das billigste Medikament.

image

J&J hat es wieder geschafft – Top Employer 2024

Zum fünften Mal in Folge wurde Johnson & Johnson vom Top Employer Institute ausgezeichnet.

image

Viele neue Krebs-Medikamente haben wenig Nutzen

Besonders enttäuschend erscheinen dabei die Wirkstoffe, die in Europa nach einem beschleunigten Verfahren zugelassen wurden.

image

Viktor 2023: «Für mich ist es stets ein Highlight, Zeuge dieser Würdigung zu sein»

Johnson & Johnson unterstützt den Viktor Award seit seiner Geburtsstunde. «Die Werte passen zueinander», sagt Thomas Moser, Head External Communication J&J.

image

Medikamentenmarkt: Preissenkungen dämpfen Wachstum

Rekordhoch für Generika. Wachstumsplus für Biosimilars, Krebstherapien sowie Medikamente gegen Autoimmunerkrankungen.

image

«Man kriegt die volle Reichweite – und kommt zugleich in alle Nischen»

Seit Mitte Januar arbeiten Medinside Jobs und med-jobs.com zusammen. Fürs Employer Branding entsteht eine starke Kommunikations-Drehscheibe. Was sie bietet, sagt Stephan Meier-Koll, Head of Sales Medinside.

Vom gleichen Autor

image

Pflege: Zu wenig Zeit für Patienten, zu viele Überstunden

Eine Umfrage des Pflegeberufsverbands SBK legt Schwachpunkte im Pflegealltag offen, die auch Risiken für die Patientensicherheit bergen.

image

Spital Frutigen: Personeller Aderlass in der Gynäkologie

Gleich zwei leitende Gynäkologen verlassen nach kurzer Zeit das Spital.

image

Spitalfinanzierung erhält gute Noten

Der Bundesrat zieht eine positive Bilanz der neuen Spitalfinanzierung. «Ein paar Schwachstellen» hat er dennoch ausgemacht.