Alzheimer Schweiz: Tarmed-Revision «diskriminierend»

Für die Vereinigung widerspricht die Vorlage des Bundesrats der Nationalen Demenzstrategie.

, 20. Juni 2017, 07:41
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Alzheimer Schweiz und die 21 kantonalen Sektionen geben sich besorgt über den von Bundesrat Alain Berset vorgeschlagenen Tarmed-Eingriff. 
Die Beschränkung der medizinischen Konsultationen betreffe Menschen mit Demenz besonders stark, ebenso wie die Limitierung der ärztlichen Beratung in Abwesenheit des Patienten. 
Die Vereinigung fordert darum in einer Stellungnahme die Korrektur der Tarmed-Revision. «Die Revisionsvorlage des Bundesrats ist mit den Zielen der Nationalen Demenzstrategie nicht vereinbar», heisst es da. 
Die Bedürfnisse der hochbetagten Bevölkerung würden mit der aktuellen Vorlage nicht mehr angemessen berücksichtigt. Die Versorgungsqualität demenzkranker Personen werde in Frage gestellt. 
Die geplante Revision führe zu einer Fehlversorgung älterer Menschen und einer Unterversorgung von Menschen mit Demenz, was den Zielen der Nationalen Demenzstrategie widerspreche. 
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