Gerade erst hat das Kantonsspital Baselland (KSBL) das
Siegerprojekt für den geplanten Teilneubau am Standort Bruderholz ausgewählt. Doch es ist gut möglich, dass die Pläne in der Schublade bleiben. Das Bruderholz-Spital steht nämlich auf der Kippe.
Die Baselbieter Regierung plant derzeit die Spitalversorgung neu und sieht zwei Varianten: Weiterhin zwei Spitäler in Liestal und im Bruderholz oder ein einziges neues Spital – und zwar in Pratteln.
Wie
«bzbasel» meldet, wollen bürgerliche Politikerinnen und Politiker aber auch eine dritte Variante diskutieren: einen einzigen Standort in Liestal.
Es zeigt sich nun, sich wie viele unterschiedlich Interessen bei der Spitalplanung in Baselland mitspielen:
- Vor allem in der KSBL-Ärzteschaft habe die Ein-Standort-Variante – sei es in Pratteln oder in Liestal – viele Anhänger. Die Pflegenden würden hingegen mehrheitlich den Status quo mit zwei Standorten bevorzugen, schreibt «bzbasel».
- Die umliegenden Gemeinden von Liestal wehren sich für den Erhalt des Spitals. Sie wollen keinen neuen Standort in Pratteln.
- Für die Baselbieter Regierung kommt es hingegen nicht in Frage, das Kantonsspital auf Liestal zu konzentrieren. Deren Argument: Viele der heutigen Bruderholz-Patienten würden dann nicht mehr in Basselland, sondern in Baselstadt ins Spital gehen.
Die Befürworter der Konzentration auf Liestal sind zwar auch der Meinung, dass Liestal für Basler Agglomerations-Bewohner unattraktiv ist. Das könne aber aufgefangen werden, indem Liestal enger mit anderen Spitälern zusammenarbeite.
Die Regierung will bis nächstes Jahr über die Standortfrage entscheiden.