Migros will Anzahl seiner Psychotherapie-Praxen vervierfachen

Bis in das Jahr 2024 soll die Anzahl der Praxis-Gemeinschaften der Migros-Tochter Wepractice schweizweit auf 40 wachsen.

, 22. September 2022, 04:00
image
Durch eine Wachstumsfinanzierung soll das Geschäft weiter vorangetrieben werden. | zvg
Der Detailhandelsriese Migros investiert erneut in sein Gesundheits-Portfolio: Ein «weiterer Baustein der gruppenweiten Gesundheits-Strategie» ist die Expansion der Praxisgemeinschaften des Mental Health Startups Wepractice, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.
Aktuell betreibt das Unternehmen Standorte in St. Gallen, Winterthur, Basel, Bern, Zürich und Chur. Im März 2021 eröffnete die erste Praxisgemeinschaft in Zürich. Bis Ende dieses Jahres wächst die Anzahl auf zehn Praxisgemeinschaften mit über 250 Fachpersonen der Psychologie und Psychotherapie. Und bis 2024 soll die Anzahl der Praxen für mentale Gesundheit dann schweizweit auf 40 wachsen.

Netzwerk, Co-Working und Online-Plattform

Die Skalierung erfolgt über eine Wachstumsfinanzierung im höheren einstelligen Millionenbereich, wie in der Mitteilung weiter zu lesen steht. Laut den Recherchen der «Handelszeitung» (Abo) hat der Detailhandelsriese bislang über 5 Millionen Franken in Wepractice investiert.
Wepractice ist eine Tochtergesellschaft der Migros, die Psychotherapeuten und psychologischen Coaches ein schweizweites Netzwerk an Praxisgemeinschaften mit Co-Working-Bereichen bietet. Ergänzend dazu existiert eine Online-Plattform mit einem Therapeuten-Verzeichnis, beispielsweise für Psychotherapie, psychologische oder psychosoziale Beratung, Paartherapie, Hypnosetherapie, Verhaltenstherapie oder Lerntherapie.
  • migros
  • wepractice
  • psychologie
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Kein billiger Migros-Alkohol: Sucht Schweiz atmet auf

Die Stiftung hatte bei einem Verkauf von Billigspirituosen mit einer Zunahme von Alkoholproblemen gerechnet. Trotz Erleichterung wird die Politik zum Handeln aufgerufen.

image

SVP kritisiert die neuen Fakultäten der Uni Luzern

Medizin und Psychologie: die Universität Luzern will zwei neue Fakultäten schaffen. Diese Idee kommt nicht bei allen Parteien gleich gut an.

image

Versicherer weisen Kritik von Sucht Schweiz zurück

Die Stiftung mobilisiert gegen den Alkoholverkauf in der Migros und kritisiert die Versicherer, Sucht-Kosten auf die Prämienzahler abzuwälzen. Die Versicherer kontern.

image

Lampenfieber unter Chirurgen sehr verbreitet

Während Leistungsangst im Sport ein anerkanntes Problem ist, spricht man in der Chirurgie weniger darüber. Dass sie stark verbreitet ist, geben nun britische Spezialisten in einer Studie preis.

image

Studie: Das «soziale Dilemma» bei der Antibiotika-Einnahme

Die Zunahme von Antibiotika-resistenten Keimen ist eines der grössten globalen Probleme im Gesundheitssektor. Nun hat ein Forscher-Team den psychischen Faktor bei der Einnahme des Medikaments untersucht.

image

Deutschland: Immer mehr psychische Störungen wegen Cannabinoiden

Cannabinoide sind vor allem unter Jugendlichen sehr beliebt. Die Krux: Während die Verfügbarkeit stark zugenommen hat, werden vermehrt auch synthetische Cannabis-​Produkte sowie Präparate mit erhöhtem THC-​Gehalt konsumiert. Das macht krank.

Vom gleichen Autor

image

Covid-Regeln nicht eingehalten: Arzt wurde zu Recht entlassen

Ein Arzt aus dem Kanton Neuenburg erschien zu einem Termin im Spital, obwohl er eigentlich hätte in Isolation bleiben sollen. Das hat ihm den Job gekostet.

image

Beförderung: Neue Funktion für Stephan Baumeler

Stephan Baumeler ist neu Co-Chefarzt Gastroenterologie und Hepatologie am Luzerner Kantonsspital.

image

Listeriose-Ausbruch: So spürt das BAG die Ursache auf

Das Bundesamt für Gesundheit arbeitet bei einem Listeriose-Ausbruch eng mit Behörden und Ärzten zusammen. Dies zeigt ein Ausbruch, der durch geräucherte Forellen hervorgerufen wurde.