Die Freiburger Kantonsspitalgruppe HFR erfährt eine wichtige Unterstützung. Am Abstimmungssonntag bewilligte die Bevölkerung insgesamt 175 Millionen Franken an Darlehen respektive Bürgschaften. 70 Millionen Franken sollen in die Planung eines Kantonsspital-Neubaus fliessen; 105 Millionen dienen dazu, den Betrieb des HFR abzusichern.
Dies ist ein weiteres Signal dafür, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger weiterhin bereit sind, ihren kantonalen und regionalen Spitälern ein stabiles Fortkommen zu finanzieren. Denn mit über 79 Prozent Ja-Stimmen fiel das Resultat sehr klar aus. Keine einzige Gemeinde im Kanton lehnte die Kredite ab.
Verbesserung der Notfallversorgung
Allerdings sandte die Bevölkerung von Freiburg auch ein leicht anderes Signal aus: Sie lehnte die so genannte «Spitalinitiative» ab. Diese forderte die Errichtung zusätzlicher Notfallstationen in Tafers und in Riaz (neben dem bestehenden 24-Stunden-Standort in Villars-sur-Glâne).
Dieses Ansinnen wurde nun mit knapp 63 Prozent Nein-Stimmen verworfen.
Andererseits nahmen die Freiburgerinnen und Freiburger den Gegenvorschlag des Staatsrates an; und zwar war die Zustimmung mit 68 Prozent hier ebenfalls klar.
Der Gegenvorschlag war eine abgeschwächte Antwort auf die Initiative: Er sieht die Einrichtung eines Netzes von Gesundheitszentren, Permanences und «Maisons de garde» vor; dabei sollen eine einheitliche Gesundheitsnummer und mobile Pflegeteams für die Behandlung nicht lebensbedrohlicher Notfälle das Netzwerk ergänzen. In den Randregionen werden zudem erfahrene Rettungssanitäter in leichten Notfallfahrzeugen stationiert.