Freiburger Spital eröffnet Abteilung für Gewaltmedizin

Freiburg hat eine Anlaufstelle für Gewaltopfer: Das Spital bietet ihnen eine klinische Untersuchung mit Dokumentation der Verletzungen nach forensischen Standards.

, 15. Januar 2026 um 05:01
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Symbolbild: Tumisu/Pixabay
Das Freiburger Spital (HFR) hat am Standort Freiburg eine Abteilung für Gewaltmedizin eröffnet. Dort werden Personen ab 16 Jahren betreut, die Opfer von physischer oder psychischer Gewalt geworden sind.
Die Sprechstunde bietet eine klinische Untersuchung mit Dokumentation der Verletzungen nach forensischen Standards an: Es können Bilder erstellt und Schlöge oder Verletzungen festgestellt werden, so dass das Opfer seine Rechte vor Gericht geltend machen kann.
Neben der psychischen Betreuung und Unterstützung erfolgt eine fachliche Einschätzung, um die verschiedenen Gewaltereignisse in einen Zusammenhang zu stellen. Betroffene erhalten auch Informationen zur weiteren Betreuung.
Die Sprechstunden werden von speziell ausgebildetem Pflegepersonal durchgeführt und vom HFR medizinisch überwacht. Langfristig will das HFR eine Partnerschaft mit einem universitären Zentrum für Rechtsmedizin aufbauen.
  • Die Abteilung ist von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr sowie samstags von 8 bis 12 Uhr geöffnet.
  • Die Sprechstunden sind kostenlos.
  • Für Notsituationen, bei denen es sofortige medizinische Versorgung braucht oder das Opfer geschützt werden muss, sind weiterhin die Ambulanz, die Polizei, die Notaufnahme des HFR oder Opferberatungsstellen zuständig.
Der Freiburger Staatsrat will mehr Massnahmen gegen häusliche Gewalt treffen. Die Eröffnung der neuen Abteilung ist ein Teil davon.
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