HFR: Robin Martin wird Leiter der orthopädischen Chirurgie

Nach zwölf Jahren am CHUV wechselt der Kniespezialist als Chefarzt der Abteilung für orthopädische Chirurgie und Traumatologie ans Freiburger Spital.

, 16. Januar 2026 um 01:15
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Bild: CEMCAV-CHUV - Heïdi Diaz
Nach einer Übergangsphase als Leiter der Abteilung für orthopädische Chirurgie und Traumatologie hat das Freiburger Spital HFR Robin Martin zum Leiter der Abteilung bestimmt. Er wurde gleichzeitig zum Professor an der Universität Freiburg ernannt. Sein Amt als Chefarzt der Abteilung wird er im April antreten.
Robin Martin tritt die Nachfolge von Moritz Tannast an, der im Sommer 2024 weiterzog, um die Leitung der Abteilung für orthopädische Chirurgie am Inselspital in Bern zu übernehmen. Seither wird die Leitung interimistisch von Gianluca Maestretti wahrgenommen.

Ein Experte für das Knie

Robin Martin studierte Medizin an der Katholischen Universität Leuven in Belgien und spezialisierte sich auf orthopädische Chirurgie und Traumatologie. Er bildete sich in Belgien, der Schweiz und Kanada weiter, unter anderem durch ein Fellowship an der Fowler Kennedy Sport Medicine in Ontario. Es folgte ein weiteres Fellowship an der Rorabeck Bourne Joint Replacement Clinic, wo er sich auf rekonstruktive und prothetische Kniechirurgie sowie Traumatologie spezialisierte.
Nach zwei Jahren am Universitätsspital Genf HUG wechselte er 2013 an das Waadtländer Unispital CHUV, wo er seit über zwölf Jahren als Spezialist für Kniechirurgie tätig ist. Dort ist er derzeit als Leiter der von ihm initiierten Abteilung für konservative Kniechirurgie tätig. Robin Martin initiierte zudem – in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Sport und Gesundheit der Universität Lausanne – ein Programm zur postoperativen Rehabilitation und Reathlétisation. Der Knieexperte wurde 2019 zum Lehr- und Forschungsbeauftragten und 2023 zum Privatdozenten an der Universität Lausanne ernannt.

Forschung zur Zelltherapie

Der neue Chefarzt ist auch wissenschaftlich aktiv: Unter seiner Leitung entwickelte das CHUV ein internes Zelltherapieprogramm für die Reparatur von ausgedehnten Knorpelschäden im Knie. Mit der EPFL arbeitet Robin derzeit an der Entwicklung eines adhäsiven Hydrogels zur Verbesserung der Zellimplantation, ein Projekt, das 2023 einen Innosuisse-Zuschuss in Höhe von 1,4 Millionen Franken erhielt. «Diese Forschungsaktivitäten wird er in Freiburg in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg fortsetzen», so die Mitteilung des HFR.
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