Universitätsspital Basel macht keinen Verlust mehr

Es wäre übertrieben von einem Gewinn zu schreiben. Aber nach einem Jahr mit 46 Millionen Franken Verlust hat sich das Basler Unispital erholt.

, 21. Mai 2025 um 09:51
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Die USB-Verantwortlichen (von links): Verwaltungsratspräsident Robert-Jan Bumbacher, Ex-Spitaldirektor Werner Kübler und der neue Direktor Rakesh Padiyath. | zvg
Man sei «zurück auf Erfolgskurs», meldete das Universitätsspital Basel (USB). Wenn sich der Erfolg an der Höhe des Gewinns misst, ist dieser derzeit allerdings noch bescheiden: Gerade mal um 200'000 Franken stand das Spital Ende letztes Jahr im Plus. Aber beachtlich ist, dass sich das USB vom massiven Defizit im Vorjahr in der Höhe von 46 Millionen Franken befreien konnte.
Auf Konzernebene schreibt das USB immer noch rote Zahlen: 2,6 Millionen Franken betrug der Verlust, im Vorjahr lag der Konzern 50 Millionen Franken im Minus. Der Nettoumsatz stieg um 5,2 Prozent auf 1,45 Milliarden Franken.

Sparen mit weniger Temporär-Personal

Wie das USB die Trendwende geschafft hat? Man habe zum Beispiel mit optimierter Einsatzplanung die Kosten von Temporär-Personal um rund 8 Millionen Franken reduziert, schreibt das USB – und ergänzt: «Dank umsichtiger Planung und teamübergreifender Aushilfsbereitschaft konnten dennoch Belastungsspitzen für besonders geforderte Team geglättet und so mehr Patienten behandelt werden.»
Das USB verzeichnete im letzten Jahr mehr Patienten als je: 43'400 Patienten behandelte das Spital stationär, das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei den ambulanten Behandlungen konnte das USB 7,8 Prozent mehr Leistungen verrechnen.
Umgekehrt hat das USB auch Sparmassnahmen ergriffen. So wurde im Februar bekannt, dass es beim Neubau auf den geplanten Turm verzichtet und damit 200 Millionen Franken spart.
USB: Jahresbericht 2024


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