Stadtspital Zürich setzt auf Allianz Herzchirurgie

Das Triemlispital führt die Zusammenarbeit in der Herzchirurgie mit dem Universitätsspital Zürich und Hoch Health Ostschweiz dauerhaft weiter.

, 16. April 2025 um 16:49
image
Das Stadtspital Zürich Triemli. | Wikimedia
Die Allianz Herzchirurgie Zürich hat sich bewährt und soll nun definitiv weitergeführt werden. Ursprünglich koordinierten nur das Stadtspital Zürich (STZ) und das Universitätsspital Zürich (USZ) unter gemeinsamer medizinischer Leitung ihre herzchirurgischen Leistungen.
Im Herbst 2024 stiess das damalige Kantonsspital St. Gallen (KSSG) zur Allianz. Dies nach mehrjähriger Zusammenarbeit zwischen USZ und KSSG.
Die Evaluation des Pilotbetriebs Ende 2024 habe positive Ergebnisse bestätigt. Die Allianz soll nun unbegrenzt weitergeführt werden, teilt die Stadt Zürich mit: «Die Behandlungsqualität konnte gesteigert, die Koordination der Eingriffe gestärkt und die verfügbaren Ressourcen wirksam eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit wird von den beteiligten Fachpersonen positiv beurteilt.»
Durch die Einbindung des KSSG – das heute zur Hoch Health Ostschweiz gehört – soll die Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinweg gemeinsam weiterentwickelt werden. Der Stadtrat hat den Kooperationsvertrag genehmigt und beantragt nun dem Parlament, die jährlichen Ausgaben von rund 1,2 Millionen Franken zu genehmigen.

Herzpatienten werden psychisch betreut

Seit 2021 besteht am Stadtspital auch eine enge Kooperation mit der Klinik für Konsiliarpsychiatrie und Psychosomatik des USZ. Im Rahmen eines fünfjährigen Pilotbetriebs wurden Patienten vor und nach Herzoperationen bei der Verarbeitung psychischer Belastungen unterstützt.
«Die Betreuung wirkt sich positiv auf den Genesungsverlauf aus und ergänzt die medizinische Versorgung auf sinnvolle Weise», schreibt die Zürcher Stadtregierung. Auch diese Zusammenarbeit soll ab 2026 dauerhaft weitergeführt werden – mit jährlichen Ausgaben von 219'000 Franken.

  • akut
  • Herzchirurgie
  • stadtspital zürich
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Keine Journalisten im Arztkittel im Spital Wallis

So dreist sind Medienschaffende nicht: Gerüchte, wonach Journalisten in weissen Kitteln versucht hätten, Zugang zu Patienten zu erhalten, erweisen sich als unwahr.

image
Gastbeitrag von Guido Schommer

Mehr Planung, weniger Vielfalt? Die Risiken des GDK-Dreiphasenplans

Die kantonalen Gesundheitsdirektoren wollen die Spitalplanung stärker koordinieren. Doch damit droht eine Beplanungsübung, die kleinere Anbieter benachteiligt und die Versorgung in Randregionen gefährden könnte.

image

Herzinsuffizienz: Jeder macht's ein bisschen anders

Ob Hausarztpraxis, Spital oder Herzzentrum: Wie Herzinsuffizienz behandelt wird, hängt in der Schweiz stark vom Fachgebiet ab. Eine nationale Umfrage legt überraschend grosse Unterschiede offen – und das trotz klarer Leitlinien.

image

Spitalzentrum Oberwallis bekommt neue ärztliche Direktorin

Njomeza Susuri Pfammatter wird ab November 2026 Ärztliche Direktorin des Spitalzentrums Oberwallis. Sie tritt die Nachfolge von Reinhard Zenhäusern an, der in den Ruhestand tritt.

image

USZ-Herzchirurgie: Warten auf den Frühling

Die Untersuchung zu den Vorfällen in der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich ist weitgehend abgeschlossen. Doch vor der Veröffentlichung stehen noch rechtliche Schritte an. Im Kantonsrat wächst der Druck.

image

«Hospital at Home» wird festes Angebot des Baselbieter Kantonsspitals

Das Pilotprojekt im Laufental heisst neu «Spital zuhause». Severin Pöchtrager übernimmt die medizinische Leitung.

Vom gleichen Autor

image

Hochgebirgsklinik Davos hat neue Chefärztin für Pneumologie

Tsogyal Latshang ist die neue Chefärztin Pneumologie der Hochgebirgsklinik Davos. Der bisherige Chefarzt wird Leitender Arzt.

image

Maximal zwei Nächte im Notfall Wattwil: «Medizinisch nicht begründbar»

Der Kanton St. Gallen wollte nicht zahlen, wenn Patienten länger als 48 Stunden im Notfallzentrum der Berit-Klinik bleiben. Das Gericht rügt nun den Kanton.

image

Auch Davos muss vielleicht Geburtsabteilung streichen

Ein weiteres Spital sieht die Zukunft seiner Geburtsabteilung in Gefahr. Davoser Politiker wollen, dass das Spital künftig weniger Leistungen anbietet – ähnlich wie das Spital Muri.