Spital Wetzikon: «Ein echtes Osterwunder»

Am Karfreitag vor vier Jahren spielte sich vor dem Spital Wetzikon ein dramatischer Notfall ab: Eine junge Frau kollabierte und musste mehrfach reanimiert werden.

, 18. April 2025 um 05:16
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Hier - am Eingang des GZO - brach Melanie vor vier Jahren zusammen. Bild: Screenshot/Herzensgeschichte
Ein Osterwunder ereignete sich vor vier Jahren am GZO Spital Wetzikon: Eine damals 17-jährige Patientin wird am Karfreitag mit akuter Atemnot ins Spital gebracht, bricht kurz vor dem Eingang zur Notfallstation bewusstlos zusammen – und erleidet einen rund 40-minütigen Herzstillstand. Die Ursache war eine schwere Lungenembolie.
Die Reanimation gelingt, doch Melanie Haas fällt ins Koma. Zwei Tage lang bleibt ungewiss, ob sie jemals wieder aufwacht. Bis zum Ostersonntag. An diesem Morgen öffnet sie auf der Intensivstation des Universitätsspitals Zürich die Augen – ohne bleibende Schäden.
Kürzlich war Melanie zu Besuch am GZO. Dort, wo sie damals zusammengebrochen ist, steht sie heute lachend – und begegnet ihrer Lebensretterin: Chantal Breitenstein, Ärztliche Direktorin und Chefärztin für Anästhesie und Schmerzmedizin.
Für Breitenstein bleibt der Fall bis heute ein besonderes Ereignis. «Ein Karriere-Highlight», sagt sie. Und: «ein echtes Osterwunder».

Keine Erinnerung

Melanie selbst erinnert sich an nichts. Was zwischen ihrem Zusammenbruch und dem Erwachen geschehen ist, weiss sie nur aus Erzählungen. Beim Rundgang durch das Spital zeigt ihr Chantal Breitenstein zum ersten Mal die Stationen, auf denen damals um ihr Leben gekämpft wurde. Sie erklärt, was unternommen wurde, welche Schritte nötig waren, um die junge Patientin zu stabilisieren und zu verlegen.
Hatte Melanie Haas eine Nahtoderfahrung? Wie ist es dem GZO-Team während der Lebensrettung ergangen? Und wie verlief das Wiedersehen? Diese Fragen beantwortet die heute 21-jährige im Film «Herzensgeschichte».
«Herzensgeschichte»/ YouTube

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