Spital Bülach: Mehr Patienten, mehr Gewinn

Mit einem Gewinn-Plus von 17 Prozent zeigt sich das Regionalspital 2024 gestärkt. Weniger Ausgaben für Temporärpersonal trugen zur Entwicklung bei.

, 9. Mai 2025 um 13:42
image
Bettentrakt des Spitals Bülach | Bild: PD
Das Spital Bülach konnte seinen Gewinn im Jahr 2024 – verglichen mit 2023 – um 17 Prozent steigern: Unter dem Strich blieben 4 Millionen Franken in der Kasse. Die Ebitda-Marge betrug 6,6 Prozent.
Dahinter stand ein weiteres leichtes Wachstum bei den Patientenzahlen: Erstmals wurden im Spital Bülach mehr als 11’000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt (2023: 10’403). Die Zahl der ambulanten Patienten stieg auf über 72’000 (2023: 69’400).
Hier spiegelt sich einerseits die Bevölkerungsentwicklung im Zürcher Unterland. Zudem erweiterte oder konzipierte das Spital Bülach letztes Jahr verschiedene Angebote: Es eröffnete das Kompetenzzentrum Palliative Care. Zudem wurde die Bettenkapazität in der Altersmedizin erweitert.
$«Die damit verbundenen Initialkosten hatten einen dämpfenden Einfluss auf das Ergebnis», heisst es in der Mitteilung. In der Tat lag die Betriebsgewinn-Marge leicht unter dem Vorjahreswert.
Deutlich höher war die Zahl der Angestellten in der Pflege: Sie stieg von 583 im Jahr 2023 auf 661 im Jahr 2024. Die Spitalleitung erklärt dies mit dem neuen «Flex»-Angebot, bei dem die Angestellten in der Pflege zwischen diversen Arbeitszeitmodellen wählen können. Die Grundidee: Wer feste Arbeitszeiten möchte und keine Nachtdienste leisten will, kann das tun. Wer andererseits sehr flexibel ist und regelmässig Nachtdienste übernimmt, wird finanziell belohnt.
Mit dem Ausbau der Pflegestellen habe sich auch «der Einsatz von teurem Temporärpersonal» reduziert: «Allein durch den geringeren Bedarf an Temporärkräften sanken die Kosten in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr markant.»
  • Wer mehr Nachtschichten leistet und flexibel einspringt, wird honoriert: Die Idee des Spitals Bülach rechnet sich offenbar – in mehrerlei Hinsicht.


  • akut
  • spital bülach
  • zürich
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image
Gastbeitrag von Guido Schommer

Mehr Planung, weniger Vielfalt? Die Risiken des GDK-Dreiphasenplans

Die kantonalen Gesundheitsdirektoren wollen die Spitalplanung stärker koordinieren. Doch damit droht eine Beplanungsübung, die kleinere Anbieter benachteiligt und die Versorgung in Randregionen gefährden könnte.

image

Rettungsdienst des Spitals Bülach unter neuer Leitung

Der bisherige Stellvertreter Reto Hintermeister übernimmt das Amt von Jean Mezghini.

image

Spitalzentrum Oberwallis bekommt neue ärztliche Direktorin

Njomeza Susuri Pfammatter wird ab November 2026 Ärztliche Direktorin des Spitalzentrums Oberwallis. Sie tritt die Nachfolge von Reinhard Zenhäusern an, der in den Ruhestand tritt.

image

«Hospital at Home» wird festes Angebot des Baselbieter Kantonsspitals

Das Pilotprojekt im Laufental heisst neu «Spital zuhause». Severin Pöchtrager übernimmt die medizinische Leitung.

image

Stadtspital Zürich zahlt nun auch Teuerung auf Feiertag- und Nachtzuschläge

Der Zürcher Berufsverband der Assistenz- und Oberärzte verbucht einen Erfolg: Es gibt etwas mehr Lohn für Sonntags- und Nachtdienste am Stadtspital.

image

Stadt Zürich: Neue Vizedirektorin für Gesundheitsdienste

Der Stadtrat hat Verena Houben zur stellvertretenden Direktorin der Städtischen Gesundheitsdienste Zürich ernannt.

Vom gleichen Autor

image

Pflege bleibt Engpassberuf Nummer eins


Kaum ein Bereich sucht so intensiv nach Personal wie das Gesundheitswesen. Der neue Jobradar zeigt: Vor allem in der Pflege steigt die Zahl offener Stellen wieder in Richtung Rekordniveau.

image

Umbau beim SIWF – doch die Wartezeiten bleiben lang

Das Weiterbildungs-Institut trennt sich nun auch von Geschäftsführer Jörg Gröbli. Trotz mehr Personal und IT-Unterstützung beträgt die Bearbeitungsdauer für Facharzttitel beim SIWF weiterhin rund zwölf Monate.

image

Pflegeinitiative: Widerstand im Parlament – SBK empört

Die Gesundheitskommission des Nationalrats tritt bei der Umsetzung der Pflegeinitiative auf die Bremse. Höchstarbeitszeit, Normalarbeitszeit und Lohnzuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit sollen weitgehend unverändert bleiben