Das Spital Bülach konnte seinen Gewinn im Jahr 2024 – verglichen mit 2023 – um 17 Prozent steigern: Unter dem Strich blieben 4 Millionen Franken in der Kasse. Die Ebitda-Marge betrug 6,6 Prozent.
Dahinter stand ein weiteres leichtes Wachstum bei den Patientenzahlen: Erstmals wurden im Spital Bülach mehr als 11’000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt (2023: 10’403). Die Zahl der ambulanten Patienten stieg auf über 72’000 (2023: 69’400).
Hier spiegelt sich einerseits die Bevölkerungsentwicklung im Zürcher Unterland. Zudem erweiterte oder konzipierte das Spital Bülach letztes Jahr verschiedene Angebote: Es eröffnete das Kompetenzzentrum Palliative Care. Zudem wurde die Bettenkapazität in der Altersmedizin erweitert.
$«Die damit verbundenen Initialkosten hatten einen dämpfenden Einfluss auf das Ergebnis»,
heisst es in der Mitteilung. In der Tat lag die Betriebsgewinn-Marge leicht unter dem Vorjahreswert.
Deutlich höher war die Zahl der Angestellten in der Pflege: Sie stieg von 583 im Jahr 2023 auf 661 im Jahr 2024. Die Spitalleitung erklärt dies mit dem neuen «Flex»-Angebot, bei dem die Angestellten in der Pflege zwischen diversen Arbeitszeitmodellen wählen können. Die Grundidee: Wer feste Arbeitszeiten möchte und keine Nachtdienste leisten will, kann das tun. Wer andererseits sehr flexibel ist und regelmässig Nachtdienste übernimmt, wird finanziell belohnt.
Mit dem Ausbau der Pflegestellen habe sich auch «der Einsatz von teurem Temporärpersonal» reduziert: «Allein durch den geringeren Bedarf an Temporärkräften sanken die Kosten in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr markant.»