Spitäler: 1,5 Tonnen Abfall pro Bett – jedes Jahr

In Deutschland rechnete eine Studie detailliert vor, welcher Müll in welchen Mengen in den Krankenhäusern anfällt. Besonders Verpackungen treiben die Mengen in die Höhe.

, 10. August 2025 um 22:30
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Bild: Pawel Czerwinski / Unsplash
Wie viel Müll verursacht ein Fall? Dieser Frage ging die Hochschule Pforzheim in Deutschland nach, und zwar sehr detailliert: Die Forscher erfassten an 122 Spitalstandorten im ganzen Nachbarland über 130 verschiedene Abfall-Arten.
Dabei zeigte sich, dass in deutschen Krankenhäusern durchschnittlich 8,33 Kilogramm Müll pro Fall anfallen; beziehungsweise dass pro Bett jährlich 1,5 Tonnen oder pro Stelle 565 Kilo Abfall entsorgt werden müssen.
  • Jörg Woidasky, Anne-Kathrin Cassier-Woidasky, Anton Vielsack: «Benchmarkstudie zur Abfallentstehung an deutschen Krankenhäusern». Hochschule Pforzheim, Forschungsstelle Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen. Juli 2025.
Der allergrösste Teil war dabei in einer Art grünem Bereich: Es waren Abfälle, «deren Sammlung und Entsorgung aus infektionspräventiver Sicht keine besonderen Anforderungen stellt», so die Definition – ihr Anteil betrug knapp 96 Prozent. Dabei bildeten Verpackungen und der übliche Güsel («Siedlungsabfälle») den absolut grössten Block.
Weiter waren 2,7 Prozent der Abfälle infektiös, und 1 Prozent entfiel auf die Kategorie «Körperteile und Organe».
Die Idee hinter dieser Benchmarkstudie war, dass Kliniken damit die eigene Abfall-Lage vergleichen können und so womöglich auf Verbesserungspotenziale stossen.
  • akut
  • nachhaltigkeit
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