Das Spital Wil hat ein neues Gastronomie-Konzept: Per Mitte Juni werden die Patienten- und die Mitarbeitenden-Verpflegung entkoppelt. Für die Patientenverpflegung setzt die Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT) neu auf Menus, die im rund 140 Kilometer entfernten Universitätsspital Basel (USB) hergestellt werden.
Die Mahlzeiten werden gekühlt transportiert, in Wil gelagert und bei Bestellung durch den Patienten von Mitarbeitenden auf der Bettenstation erhitzt und angerichtet. Die Menus werden zudem durch vor Ort produzierte kalte Speisen ergänzt.
Die Patienten erhalten mit dem neuen System
gemäss Mitteilung eine grössere Menu-Auswahl und die Möglichkeit, sich das Essen flexibel bestellen zu können – auch mit Rücksicht auf Behandlungstermine oder Untersuchungen.
Neuorganisation der Gastronomie drängte sich auf
Die Speisen für Mitarbeitende, auf die zwei Drittel der Mahlzeiten täglich entfallen, werden weiterhin im Restaurant produziert, schreibt das Spital. Auch das Essen für externe Gäste sowie besondere Diäten für Patienten werden nach wie vor durch die Küche im Spital Wil hergestellt.
Die Neuorganisation der Gastronomie drängte sich auf, wie in der Mitteilung weiter zu lesen steht. Mit der Schliessung des Standorts Wattwil fiel auch die Produktionsküche der SRFT weg und gleichzeitig müsse die Küche im Spital Wil saniert werden.
Das neue Verpflegungs-System wurde vor dem definitiven Entscheid in einem Pilotprojekt von September bis November 2021 auf der Privatstation des Spitals getestet.