Spital Menziken: Angestellte Ärzte in der Chirurgie

Das Regionalspital im Aargau wendet sich vom reinen Belegarzt-System ab. Und es will einen Computertomographen anschaffen.

, 4. Januar 2018 um 05:00
image
  • spital
  • spital menziken
  • kanton aargau
Das Spital Menziken will seine Position in der Chirurgie verstärken. Ab dem neuen Jahr hat der Chirurgie-Chefarzt des Spitals Zofingen, Jürg Gurzeler, auch das Amt eines Chefarztes der Operativen Medizin in Menziken inne.
Das Regionalspital im Oberwynental will danach – statt ausschliesslich mit Belegärzten – bald schon mit zwei angestellten chirurgischen Fachärzten arbeiten. Dies meldet die «Aargauer Zeitung». Mit dem Systemwechsel wolle man «die Fäden in der Hand halten», erklärte Spitaldirektor Daniel Schibler zur AZ.

CT mit Partnern

So sei die Aus- und Weiterbildung von Assistenzärzten in der Chirurgie bislang nur begrenzt möglich gewesen. Mit den angestellten Chirurgen solle nun das Asana Spital Menziken fit gemacht werden «für die nachhaltige Existenzsicherung als Gesundheitsversorger in der Region» – und insbesondere soll auch die Attraktivität des Spitals als Arbeitsstätte für Ärzte steigen.
Weiter will sich das Spital Menziken einen eigenen Computertomographen anschaffen; allerdings muss noch der Asana-Verwaltungsrat darüber befinden. Betreiben will das Spital den Computertomographen nicht alleine. Auch hier ist eine Kooperation vorgesehen: Die Bilder sollen durch einen externen Partner radiologisch ausgewertet werden.
Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Die 10-Prozent-Illusion der Schweizer Spitäler

Eine Betriebsrendite von zehn Prozent galt lange als Überlebensregel für Akutspitäler. Womöglich ist dieser Richtwert inzwischen zu tief. Die Beratungsfirma PwC fordert mehr Effizienz – die Spitäler höhere Tarife.

image

Spitalhygiene: Geschlechtsneutrale WCs bergen ein Risiko

In schottischen Krankenhäusern wurden Damen-, Herren- und Unisex-Toiletten auf Keime geprüft. Heraus kamen drastische Unterschiede.

image

Eine Zusammenarbeit, vernetzt wie das Gefässsystem

Wie in den meisten anderen medizinischen Fachbereichen setzt das Spital Lachen auch in seinem Gefässzentrum auf eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sie garantiert den Patientinnen und Patienten eine professionelle und ganzheitliche Diagnostik, Behandlung und Nachbehandlung.

image

Ressourceneffizienz bei Schweizer Spitälern

Interview von Unite mit Andrea Raida M.Sc., Projektleiterin Health Care Logistics am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, über Ergebnisse des Forschungsprojekts «Green Hospital»

image

Spital Lachen rückt die Gefässmedizin ins Zentrum

Gefässerkrankungen sind verbreitet und können Menschen jeden Alters betreffen. Unbehandelt können schwerwiegende Komplikationen wie Gefässverschlüsse oder Organschäden folgen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist essenziell – genau hier kommt das Gefässzentrum des Spitals Lachen ins Spiel.

image

Die digitalisierte Patient Journey in der Lindenhofgruppe

Die digitale Patient Journey ist in Schweizer Spitälern etabliert. Sie erleichtert Patient:innen die Planung, Vorbereitung und Begleitung rund um den Spitalaufenthalt und entlastet das medizinische Personal – besonders bei psychisch belastenden Situationen im Vorfeld.

Vom gleichen Autor

image

Spital heilt, Oper glänzt – und beide kosten

Wir vergleichen das Kispi Zürich mit dem Opernhaus Zürich. Geht das? Durchaus. Denn beide haben dieselbe Aufgabe: zu funktionieren, wo Wirtschaftlichkeit an Grenzen stösst.

image

Überarztung: Wer rückfordern will, braucht Beweise

Das Bundesgericht greift in die WZW-Ermittlungsverfahren ein: Ein Grundsatzurteil dürfte die gängigen Prozesse umkrempeln.

image

Kantone haben die Hausaufgaben gemacht - aber es fehlt an der Finanzierung

Palliative Care löst nicht alle Probleme im Gesundheitswesen: … Palliative Care kann jedoch ein Hebel sein.