Am Donnerstag, 17. Juni, berichtete Medinside über die
Ergebnisse einer grossen Umfrage bei Deutschschweizer Spitälern und Alters- sowie Pflegeheimen. Es ging dabei um die Frage nach der Impfbereitschaft des Gesundheitspersonals, das der Covid-Impfung vor sieben Monaten noch sehr kritisch gegenüber stand. Das Ergebnis der Umfrage verblüffte deshalb: Die Impfbereitschaft in Spitälern lag bei bis zu 80 Prozent.
Zahlen oder Statistiken über die effektive Impfbereitschaft der Gesunheitsprofis gibt allerdings es nicht. Wie Medinside schrieb, konnten weder die «SBK» (Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner) noch der «VSAO» (Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte) konkrete Zahlen liefern. Eine Anfrage diesbezüglich war bei der «FMH» hängig.
«Nur ein kleiner Teil wird davon absehen»
Nun hat der Berufsverband der Schweizer Ärztinnen und Ärzte wie folgt Stellung genommen:
«Die FMH verfügt nicht über entsprechende Zahlen, da es keine Statistik zur Impfbereitschaft der Ärztinnen und Ärzte gibt. Die Bereitschaft, sich selbst impfen zu lassen, ist aber bei Ärztinnen und Ärzten deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung und auch höher als bei Gesundheitspersonal allgemein. Wir gehen also davon aus, dass sie die meisten Ärztinnen und Ärzte impfen lassen.
Es ist uns auch keine nennenswerte Gruppe von Ärztinnen und Ärzten bekannt, die sich nicht impfen lassen will. Ein sehr kleiner Teil muss wegen Kontraindikationen wie beispielsweise einer Autoimmunerkrankung oder einer Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe von einer Impfung absehen.»
Hier geht es zum Artikel: «Spital-Mitarbeiter sind doch keine Impfmuffel»