Personalmangel: Spital Ilanz nimmt keine Kleinkinder auf

Stationär können nur die chirurgischen Fälle im Alter über sechs Jahren im Regionalspital der Surselva bleiben.

, 7. März 2025 um 10:04
image
Bild: Surselva Tourismus
Das Regionalspital in Ilanz nimmt derzeit Kinder nur noch begrenzt stationär auf. Wenn Kinder auf die Notfallstation kommen, nehmen die Verantwortlichen eine Triage vor: Die nicht ambulanten medizinischen Fälle werden weitergeleitet ins Kantonsspital Graubünden in Chur. Stationär bleiben nur die chirurgischen Fälle im Alter über sechs Jahren in Ilanz; jüngere Kinder müssen ebenfalls nach Chur.
Dies melden Radio RTR, «Bündner Tagblatt» und «Südostschweiz». Der Grund für diesen Schritt liegt beim Personalmangel. «Wir sind aufgrund eines Engpasses beim pädiatrischen Fachpersonal zu dieser Massnahme gezwungen», erklärt das Spital.
Offenbar gibt es vor allem im Pflegebereich Mängel, hier seien die Stellen ausgeschrieben, hätten aber bis jetzt nicht besetzt werden können. «Wir setzen alles daran, die Leistungen weiterhin bestmöglich sicherzustellen», sagte Thomas Buchli, Verwaltungsratspräsident der Regionalspital Surselva AG, in der «Südostschweiz»: «Wir können unter dem Aspekt der Sicherheit aktuell nur das anbieten, was wir auch wirklich verantworten können.»
  • Pädiatrie
  • akut
  • regionalspital surselva
  • spital ilanz
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Appenzell Ausserrhoden will Spitalverbund für Private öffnen

Das Spital Herisau und das Psychiatrische Zentrum sollen eigenständige Aktiengesellschaften werden. Damit will die Kantonsregierung Beteiligungen ermöglichen – und auch im Personalmarkt punkten.

image

Solothurner Spitäler: Umbau an der Spitze

Der Verwaltungsrat der SoH hat die Direktions-Aufgaben umverteilt. Die Ärzteschaft ist nun auch in der Geschäftsleitung vertreten.

image

Auch KSGR startet Hospital@Home-Angebot

Das Kantonsspital Graubünden beginnt im März ein dreijähriges Hospital@Home-Projekt, unterstützt von der ÖKK. Damit folgt es dem Trend zur externen Akutspital-Versorgung,

image

Epic kostete die Insel 183 Millionen Franken

Erstmals informiert das Berner Inselspital über die Kosten seines US-Klinikinformationssystems: Zu den Anschaffungskosten kamen 100 Millionen Franken für die Einführung hinzu.

image

Erneute Kundgebungen gegen die Versetzung einer Pflegeleiterin des HUG

Nachdem an ihrer Bürotür ein rassistischer Schriftzug aufgetaucht war, wurde eine Pflegeleiterin im Universitätsspital Genf gegen ihren Willen versetzt. Demonstranten fordern ihre Wiedereinstellung.

image

Millionen für Forschungszentrum «Children & Cancer»

Sechs Institutionen, mehr als 30 Forschungsgruppen und eine Bundesförderung von knapp 17 Millionen Franken: Im Frühjahr 2026 startet der erste Nationale Forschungsschwerpunkt für pädiatrische Onkologie.

Vom gleichen Autor

image

KI macht den Blick frei für die Patienten

Weniger Maus, weniger Bildschirm: Eine USZ-Studie zeigt, wie KI-gestützte Dokumentation den Ärzten Zeit spart – und den Kontakt zu den Patienten verbessert.

image

Swica startet einen «Expert Finder»

Die Krankenkasse hat ein digitales Verzeichnis für Gesundheits-Anbieter entwickelt. Die Plattform kombiniert Arztsuche, Spitalverzeichnis und einen Filter nach Versicherungsdeckung.

image

Trend zum Zweitage-Wochenbett erreicht auch Sursee

Viele Frauen wünschten sich eine rasche Rückkehr in die vertraute Umgebung: Deshalb wird nun auch im Spital Sursee nach unkomplizierten Geburten ein Austritt nach zwei Nächten angestrebt.