In zweieinhalb Monaten tritt der Tardoc in Kraft. Noch sind aber nicht alle Punkte des neuen Tarifwerks bereinigt. Widerstand leisten etwa die Kinderspitäler.
Für ambulante Tarife, die von der Unfall-, Invaliden- und der Militärversicherung bezahlt werden, müssten sie eine Tarifsenkung von 8 Prozent in Kauf nehmen. Statt einen Franken würden pro Taxpunktwert nur noch 92 Rappen verrechnet. Doch eigentlich müssten die unterfinanzierten Kinderspitäler laut eigenen Angaben pro Taxpunktwert 1,47 Franken erhalten.
Ein derart tiefer Tarif sei «wirtschaftlich nicht tragbar», sagt Malte Frenzel, Geschäftsführer von Allkids, der Allianz der Kinderspitäler, in den
Tamedia-Blättern. Durch die geplante Senkung würden sich die finanziellen Ausfälle um weitere 5 bis 10 Millionen Franken erhöhen.
Die Kinderspitäler trifft diese Senkung stärker als andere Spitäler, da rund ein Viertel ihrer ambulanten Kosten von der IV getragen werden.
Anfang November sollen weitere Gespräche mit der Medizinaltarif-Kommission (MTK) stattfinden.