Bern schafft Zugangshürden fürs Pflegestudium ab

Künftig soll allen geeigneten Interessierten ein Studienplatz angeboten werden. Die Berner Fachhochschule schafft dafür nun die Voraussetzungen.

, 1. Juli 2025 um 12:50
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Pflege-Studierende an der Berner Fachhochschule. Bild: BFH
Ab dem Studienjahr 2026/27 wird der Bachelor-Studiengang Pflege an der Berner Fachhochschule (BFH) ohne Zulassungsbeschränkung angeboten. Der Kanton Bern will damit neue Voraussetzungen gegen den Fachkräftemangel schaffen und «ein klares Zeichen für die Umsetzung der Pflegeinitiative setzen», so die Mitteilung.
Künftig erhalten alle Studieninteressierten mit entsprechender Vorbildung und Eignung einen Studienplatz – unabhängig von der Zahl der Bewerbungen. Möglich werde dies durch die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und der BFH sowie durch organisatorische Anpassungen an der Hochschule.

Pflege: Stärkung durch Bildung

Regierungsrat und «Gesundheitsminister» Pierre Alain Schnegg spricht von einem wichtigen Schritt für die Gesundheitsversorgung: «Mit der Öffnung der Studienplätze setzen wir ein Zeichen gegen den Fachkräftemangel.» Auch Bildungsdirektorin Christine Häsler unterstreicht: «Wir wollen allen motivierten und geeigneten Menschen den Zugang zum Pflegestudium ermöglichen – das ist ein klares Bekenntnis zur Stärkung der Pflege durch Bildung.»
BFH-Rektor Sebastian Wörwag begrüsst den Entscheid: «Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Kanton Zugangshürden abzubauen und möglichst vielen Menschen ein Studium in Pflege zu ermöglichen.»
Mit Blick auf neue Versorgungsmodelle und Rollen wie Advanced Practice Nurses gewinnt das Studium zur diplomierten Pflegefachperson auf Tertiärstufe FH zunehmend an Bedeutung. Die BFH wird in den kommenden Monaten die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen für den uneingeschränkten Zugang schaffen.
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