Nun zeigt sich, dass der 670 Millionen Franken teure Insel-Neubau auch im zweiten Winter nach der Eröffnung noch an «Kinderkrankheiten» leidet. In den hohen Hallen zieht es so stark, dass die Patienten davon betroffen sind. Und zwar sogar im zweiten Stock.
Dort bietet die Kardiologie-Abteilung ihren Patienten sogar Decken und Tee an, damit sie nicht so frieren.
Mit dieser Mitteilung werden die Kardiologie-Patienten empfangen. | em
Die Insel-Medienstelle bestätigt: «Im Eingangsbereich gibt es bei Bise-Lagen und kalten Temperaturen aktuell Zuglufterscheinungen.»
Der Grund dafür sei, dass die Eingangstüren wegen der Patienten, Besucher und Angestellten häufig geöffnet seien und die Abstimmung der Türsteuerungen und der Klimatechnik «noch nicht optimal auf die aktuellen Wetterlagen abgestimmt» sei.
Mediensprecher Daniel Saameli ist aber zuversichtlich, dass das Problem behoben werden könne. Erste Verbesserungen seien bereits umgesetzt. Nun optimiere man die Gebäudeautomation und die Türsteuerungen. Zusätzliche Massnahmen seien noch in Prüfung.
Als das neue Anna-Seiler-Haus vor anderthalb Jahren eröffnet wurde, sagte der damalige Direktionspräsident der Inselgruppe, Uwe E. Jocham, der Neubau unterstütze mit «vorausschauender und moderner Bauweise die Genesung der Patientinnen und Patienten und setzt in der Spitalbranche neue Massstäbe bei der Gestaltung des modernen, flexiblen Klinikalltags. Auch für unsere Mitarbeitenden schaffen wir mit dem neuen Anna-Seiler-Haus eine fortschrittliche und angenehme Arbeitsatmosphäre.»