Virtual Reality in der Pflege-Ausbildung ++ Familienpflege bei Hirslanden ++ Bett-Tasche ++ Neuer Nachsorgedienst ++ Digital-Uhr ++ ST-OP-Schild ++
, 28. Dezember 2025 um 09:43
Bild: PDAG
Hirslanden führt Familienpflege ein
In der Klinik Hirslanden Zürich gibt es speziell geschulte «Familienpflegende»: Sie unterstützen Familien während und nach dem Aufenthalt einer nahestehenden Person auf der Intensivstation. «Bei unserer Arbeit geht es darum, die Familie in ihren Ressourcen zu stärken», sagte Hirslanden-Familienpflegerin Stefanie Henkensmeier in einem SRF-Beitrag dazu.
Die Pflege-Betreuung verhindern, dass die Angehörigen gesundheitliche Probleme entwickeln. Zugleich fördere der Rückhalt in der Familie die Genesung der Patientinnen. Hirslanden hatte den Test im Dezember 2024 gestartet; Ende Juni wurde das Modell dauerhaft eingeführt.
Seit Frühjahr 2025 nutzen die Psychiatrischen Dienste Aargau PDAG in der Pflege-Ausbildung auch Virtual-Reality-Brillen: Sie erlauben möglichst realitätsnahe Szenarien. Die bisherigen Erfahrungen zeigten, das die Technologie in der Tat den Lernerfolg verbessert. «Mit der VR-Technologie schaffen wir eine Lernumgebung, die realistisch und gleichzeitig absolut sicher ist», sagt Mario Müller, Leiter Kompetenzzentrum Bildung bei den PDAG.
Demonstrationsfilm der PDAG
Durch den Brillen-Blick können die Lernenden Situationen erleben, die sonst schwer zugänglich oder verständlich wären. «Aufgrund unserer positiven Erfahrungen ist VR zum wertvollen Bestandteil einer modernen Pflegeausbildung geworden und kein kurzfristiger Trend», so Müller.
Inselspital: Glocke für Kämpfer
Die Idee der «Cancer Bells» breitet sich aus. Nun hängt auch auf der Kinder-Onkologie des Inselspitals so eine Glocke – wie zuvor beispielsweise schon im Zürcher Kispi. Wenn die kleinen Patienten ihre Krebsbehandlung geschafft haben, dürfen sie die Glückwunschglocke läuten. «Ein emotionaler Moment voller Stolz, Erleichterung und Zuversicht», so die Kinderkrebshilfe Schweiz, welche die Glocke – gemeinsam mit der Elterngruppe Bern geschenkt hat.
Die pädiatrische Intensivstation der Genfer Unispitalgruppe HUG offeriert nun einen Nachsorge-Dienst für drei Monate nach der Entlassung aus der Intensivpflege. Ziel ist es, das Post-Intensive Care Syndrome anzugehen, das noch Monate nach einem Klinikaufenthalt auftreten kann – mit Muskelabbau oder chronischer Müdigkeit, mit Lernproblemen oder Ängsten, mit Schlafstörungen.
Die Kinder und ihre Familien werden vom HUG nun begleitet, beispielsweise mit einem «Lebensbuch», das während des Spitalaufenthalts geführt wird und im Nachhinein dabei hilft, das Erlebte zu verarbeiten. Zugleich werden Informationsmaterialien und Workshops entwickelt, damit das medizinische Personal das Post-Intensive Care Syndrome erkennen soll.
Bei der Aufbewahrung von Patienteneigentum geht das Kantonsspital Baden neue Wege: Am Bett wird jeweils ein «ZippBag» befestigt – damit die persönlichen Gegenstände stets dabei sind. Die abwaschbare Tasche kann auch in den OP-Trakt mitfahren. Und sonst können die Patienten via Zipp-App den Aufenthaltsort des Privateigentums verfolgen.
Im KSB sind nun gut 800 «Zipp Bags» im Einsatz.«Gerade nach Operationen schätzen unsere Patienten die Nähe zu ihren Effekten besonders», sagt Pflegedirektorin Michèle Schmid.
Und im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren mit Plastiksäcken oder -boxen bedeutet dies für das Personal: weniger Transportwege, weniger Dokumentationsaufwand.
USB: Digital = fehlerfreier
Diese Uhr befindet sich im Schockraum des Universitätsspitals Basel – und es ist offenbar Absicht, dass keine gewöhnliche analoge Uhr mit Zeigern montiert wurde. Die Überlegung: Unter grossem Stress und bei einem 24-Stunden-Tag-und-Nacht-Betrieb führt das klassische Zeiger-Prinzip eher zu Missverständnissen als eine digitale Zeitangabe mit Zahlen.
Wer den Aufwachraum des Kantonsspitals Obwalden verlässt, sieht zwangsläufig ein grosses Schild: «ST-OP». Das Kürzel ist ein Reminder – für die Botschaft: «zur STation vom OPerationssaal nur mit vollständigen Verordnungen». Was wiederum gewährleisten soll, dass Patientinnen und Patienten nach einem Eingriff optimal weiterbehandelt werden.
Bereits kurz nach der Einführung habe sich eine deutliche Verbesserung der Verordnungsqualität feststellen lassen, teilt das KSOW mit. «In den ersten Wochen mussten wir einige Rückmeldungen einfordern, doch der Aufwand hat sich gelohnt», sagt Olivia Cappelletti, Leiterin des Aufwachraums.