Das Spital Uster weist für das Geschäftsjahr 2024 einen Unternehmensgewinn von 3,5 Millionen Franken aus. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag der Gewinn bei 336'000 Franken. Die Ebitda-Marge beträgt 6,4 Prozent, das Betriebsergebnis liegt bei 10,8 Millionen Franken. Die Eigenkapitalquote wurde auf 47 Prozent erhöht.
Die stationären Fallzahlen waren mit 9'775 Fällen leicht rückläufig, im ambulanten Bereich wurde hingegen ein deutliches Wachstum verzeichnet.
«Die Kapitalerhöhung, das Engagement unserer Mitarbeitenden sowie der reibungslose Führungswechsel vom interimistischen CEO Vital Schreiber zu Martin Werthmüller haben massgeblich zu diesem erfreulichen Ergebnis beigetragen», kommentiert Verwaltungsratspräsidentin Sacha Geier die Zahlen.
Aktienkapitalerhöhung
Auf der Bilanzseite standen die Aktienkapitalerhöhung sowie die Umfinanzierung der bestehenden Darlehen von 55 Millionen Franken im Fokus. Sämtliche
Aktionärsgemeinden hatten im Frühjahr 2024 der Aktienkapitalerhöhung über 33,2 Millionen Franken zugestimmt.
Die neuen Mittel flossen an die bestehenden Gläubiger. Der Differenzbetrag wurde einerseits über neue Bankkredite in der Höhe von 17,9 Millionen Franken refinanziert sowie 3,9 Millionen Franken durch Eigenmittel gedeckt. «Die seit 2022 bestehende Unterbilanz konnte durch das gute Unternehmensergebnis aus operativer Kraft vollständig bereinigt werden», so die
Mitteilung.
Investitionsprojekte
Für das Jahr 2025 stehen laut CEO Martin Werthmüller mehrere Investitionsprojekte im Fokus: «Wir sind gut in das Jahr gestartet. Der Fokus liegt auf der weiteren Stabilisierung des operativen Ergebnisses und der Realisierung strategischer Vorhaben.» Geplant sind unter anderem eine neue Endoskopie, ein ambulanter Operationssaal sowie die Neuausrichtung der Notfallstation. Auch die digitale Transformation werde weiter vorangetrieben – mit Augenmass, aber klaren Prioritäten.
Ein weiteres zentrales Element ist die regionale Vernetzung. Seit April 2025 kooperiert das Spital Uster im Bereich Frauenheilkunde mit den Spitälern Männedorf und Zollikerberg. Ziel ist es, Synergien zu nutzen und die wohnortsnahe Versorgung qualitativ abzusichern.