Insel Gruppe kehrt in die Gewinnzone zurück

Die Insel Gruppe schreibt erstmals seit 2021 wieder schwarze Zahlen: 2025 resultiert ein Konzerngewinn von 134,8 Millionen Franken bei einer Ebitda-Marge von 14 Prozent.

, 2. März 2026 um 06:55
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Die Insel Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzerngewinn von 134,8 Millionen Franken abgeschlossen. Im Jahr zuvor hatte noch ein Verlust von 23,7 Millionen Franken zu Buche gestanden.
Die Ebitda-Marge verbesserte sich von 5,5 Prozent auf 14 Prozent. Im Ergebnis enthalten ist ein einmaliger positiver Effekt aus der Bernischen Pensionskasse in Höhe von 49,6 Millionen Franken.
Die Insel Gruppe war zuletzt im Geschäftsjahr 2021 in der Gewinnzone und erzielte damals einen Konzerngewinn von rund 25,3 Millionen Franken.
Die finanzielle Wende sei unter anderem auf einen Sondereffekt von 49,6 Millionen Franken aus der Vollkapitalisierung der Bernischen Pensionskasse, gestiegene Betriebserträge und reduzierte Personalkosten zurückzuführen. Mitteilung.

Zunahme bei Patienten

Die Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten nahm weiter zu: 55'802 akutstationäre Fälle und 893'207 ambulante Konsultationen entsprechen einem Wachstum von 3,0 Prozent im stationären und 4,8 Prozent im ambulanten Bereich.
Gleichzeitig stieg der Case-Mix-Index von 1,46 auf 1,49. Damit wurden im Durchschnitt komplexere und schwerer erkrankte Patienten versorgt.
Im Segment Spitalbetrieb resultierte ein Gewinn von 126,2 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahr mit einem Verlust von 50,6 Millionen Franken entspricht dies einer Verbesserung um 176,8 Millionen Franken.

Reduktion bei den Personalkosten

Haupttreiber waren ein um 147,2 Millionen Franken beziehungsweise 8,6 Prozent höherer Betriebsertrag sowie um 33,4 Millionen Franken beziehungsweise 3,1 Prozent reduzierte Personalkosten – jeweils ohne den Sondereffekt aus der Pensionskasse. Positiv wirkten sich zudem Tarifabschlüsse mit den Versicherern im Umfang von 19,8 Millionen Franken sowie höhere kantonale Abgeltungen für die ärztliche Weiterbildung von 9,6 Millionen Franken aus.

Investitionen

Die Investitionen beliefen sich 2025 auf 94,9 Millionen Franken. Davon flossen 71,3 Millionen Franken in die Erneuerung des Marie-Colinet-Hauses, in dem die Frauen- und die Augenklinik untergebracht sind. Dank der verbesserten finanziellen Situation konnten kurzfristige Finanzverbindlichkeiten um 80,0 Millionen Franken reduziert werden.

Strategie 2035

Laut Mitteilung stand das Jahr 2025 im Zeichen der finanziellen Stabilisierung. Verwaltungsratspräsident Adrian Schmitter hält fest, die Insel Gruppe richte «Führung und Strategie konsequent an den Patientinnen und Patienten aus», verbessere die Abläufe entlang der Patientenpfade und stärke die integrierte Versorgung. Ziel sei es, «Qualität und Stabilität zu sichern und die Investitionskraft der Insel Gruppe nachhaltig zu erhöhen».

Konzernrechnung Insel Gruppe 2025

 

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