Spital Uster investiert in Notfall, OP und Geburtshilfe

Das Spital Uster baut seine Infrastruktur weiter aus: Geplant sind ein ambulanter Operationssaal, eine neue Notfallstation und ein Geburtspavillon.

, 12. Februar 2026 um 10:22
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Modell der neuen Versorgungsangebote am Spital Uster, CEO Martin Werthmüller. Bild: zvg
Das Spital Uster baut seine Infrastruktur aus und investiert in neue Versorgungsangebote. Geplant sind ein neuer ambulanter Operationssaal, eine moderne Notfallstation sowie ein Geburtspavillon.
Wie das Regionalspital in einer Mitteilung schreibt, reagiert es damit auf den wachsenden Bedarf an ambulanter Behandlung und will seine Rolle als zentrale Gesundheitsdrehscheibe für rund 200’000 Einwohner im Zürcher Oberland stärken.
Grundlage der baulichen Entwicklung ist die Arealstrategie 2040+. Sie soll dem demografischen Wandel, der zunehmenden Ambulantisierung und dem regionalen Bevölkerungswachstum Rechnung tragen. Der historisch gewachsene Spitalcampus soll schrittweise erweitert und modernisiert werden; erste Massnahmen sind bis 2033 vorgesehen.
«Mit Digitalisierung, Ambulantisierung und gezielten Investitionen setzen wir starke Impulse für eine moderne Gesundheitsversorgung und stärken das regionale Netzwerk», betont CEO Martin Werthmüller.

Notfallstation

Zu den wichtigsten Projekten gehört eine neue Notfallstation, deren Inbetriebnahme für 2029 geplant ist. Sie soll die Überwachung der Patienten verbessern, mehr Privatsphäre ermöglichen und mit einer integrierten Notfallpraxis die Abläufe beschleunigen. Parallel dazu baut das Spital seine ambulanten Operationskapazitäten aus. Ein neuer Operationssaal soll stationäre Bereiche entlasten und die steigende Nachfrage nach ambulanten Eingriffen auffangen.

Geburtspavillon

Ein weiteres zentrales Vorhaben ist der geplante Geburtspavillon auf dem Spitalgelände. Dieses Projekt wird von der Stiftung Geburt 3000 (Investorin), vom Geburtshaus Zürcher Oberland und dem Spital Uster gemeinsam realisiert, die Baueingabe wurde dieser Tage eingereicht.
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geplanter Geburtspavillon auf dem Areal des Spital Uster

  • Im Geschäftsjahr 2024 wies das Spital Uster einen Unternehmensgewinn von 3,5 Millionen Franken aus – 2023 waren es noch 336’000 Franken.

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