Der Umsatz des Freiburger Spitals (HFR) stieg im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 556,4 Millionen Franken, knapp 60 Millionen Franken steuerte der Kanton bei. Trotz der intensiven Spitalaktivität und hohen Bettenauslastung verbucht das HFR aber einen Verlust von 4,16 Millionen Franken. Die Ebitda-Marge liegt bei tiefen 3.32 Prozent gegenüber 0.79 Prozent im Jahr 2021.
Obwohl das Spital effizienter unterwegs war, konnten die Einnahmen aufgrund zu niedriger Tarife mit den effektiven Kosten nicht Schritt halten, wie das Spital am Freitag
in einer Mitteilung schreibt. Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: Es ist immerhin das beste Ergebnis seit 2015. Budgetiert war ein Defizit von 15,7 Millionen Franken.
Budget von der Inflation abhängig
Laut eigenen Angaben tragen die Anstrengungen zur Steigerung der Effizienz, die ab Ende 2021 systematisiert wurden, erste Früchte. So wurde ein Programm gestartet, um den Betreuungsprozess der Patienten zu verbessern und die mittlere Verweildauer zu senken. Es seien aber weitere Anstrengungen notwendig, heisst es.
«Trotz der Verbesserung unserer Effizienz und operativen Exzellenz und eines weiteren erwarteten Anstiegs der Spitaltätigkeit reichen die prognostizierten Erträge nicht aus, um die Folgen der Inflation abzufedern», sagt HFR-Präsidentin Annamaria Müller. Der Verwaltungsrat habe daher Gespräche mit dem Kanton aufgenommen und werde mit den Versicherern die wichtigsten Tarife neu verhandeln.
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Anzahl Fälle ambulant (inkl. Reha) | | |
Anzahl Fälle stationär (inkl. Reha) | | |
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Anzahl Mitarbeitende (Vollzeit) | | |